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ALBERSWIL: WWF kämpft gegen Ortsplanungs-Revision in Alberswil

Die Gemeinde will neue Gebiete einzonen. Deshalb befinden die Stimmbürger heute über die revidierte Ortsplanung – gegen das Vorhaben stellt sich ein Umweltverband.
Jessica Bamford
Eine Einfamilienhaussiedlung in Alberswil. (Bild: Corinne Glanzmann (Alberswil, 29. Juli 2017))

Eine Einfamilienhaussiedlung in Alberswil. (Bild: Corinne Glanzmann (Alberswil, 29. Juli 2017))

Jessica Bamford

kanton@luzernerzeitung.ch

An der Gemeindeversammlung vom Freitagabend befinden die Stimmberechtigten über die Gesamtrevision der Ortsplanung. Unter anderem möchte die Gemeinde in den Gebieten Dorfweg, Hindergass und Underdorf bereits bebaute Grundstücke einzonen. Im Gegenzug soll der unbebaute Hang unterhalb der Buechweid der Grünzone zugewiesen werden. Um eine Verdichtung nach innen anzustreben, sollen weitere Gebiete umgezont werden. Zudem sieht die Gesamtrevision vor, den Gewässerraum entlang der Wigger ausserhalb des Dorfkerns zu verkleinern.

Gegen diese Änderungen hat die Naturschutzorganisation WWF Luzern während der öffentlichen Auflage Einsprache erhoben. Dies, weil der WWF der Meinung ist, dass die Gemeinde Alberswil schon genügend Reserven an Bauland hat und «eher auszonen sollte, als noch mehr einzuzonen», sagt Marc Germann von WWF Zentralschweiz. Ausserdem seien die Gewässerräume entlang der Wigger ungenügend gross.

Bei der Einspracheverhandlung vom 1. Februar konnten die Gemeinde und der WWF keine Einigung erzielen, weshalb die Organisation die Einsprache aufrechterhalten hat. Mit der Abstimmung über die Revision der Ortsplanung entscheiden die Anwesenden an der heutigen Gemeindeversammlung daher auch über die Einsprache des WWF.

Kantonale Vorprüfung stützt Pläne der Gemeinde

Der Gemeinderat beantragt den Stimmbürgern, die Einsprache abzulehnen. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass die geplanten Ein- und Umzonungen sowie die Ausscheidung der Gewässerräume vom Kanton bei der Vorprüfung gestützt worden sind. «Bereits eine kleine Änderung würde ausserdem bedeuten, dass die gesamte Auflage neu gemacht werden muss», sagt Andrea Roos, Gemeindeschreiberin von Alberswil. Heissen die Stimmbürger die Gesamtrevision der Ortsplanung gut, geht das Geschäft zurück an den Kanton respektive an den Luzerner Regierungsrat, der die Vorlage genehmigen muss.

Offen bleibt, wie die Naturschutzorganisation WWF im Falle eines Misserfolgs an der Gemeindeversammlung reagiert: «Wird der Revision der Ortsplanung zugestimmt, werden wir prüfen, ob wir den Entscheid auf rechtlichem Weg anfechten sollen», sagt Marc Germann.

Die Alberswiler werden heute auch über die Rechnung 2017 befinden. Diese weist bei einem Gesamtaufwand von 2,98 Millionen Franken ein Plus von gut 104000 Franken aus.

«Wird der Revision der Ortsplanung zugestimmt, werden wir prüfen, ob wir den Entscheid auf rechtlichem Weg anfechten sollen.» Marc Germann, WWF Zentralschweiz

«Wird der Revision der Ortsplanung zugestimmt, werden wir prüfen, ob wir den Entscheid auf rechtlichem Weg anfechten sollen.» Marc Germann, WWF Zentralschweiz

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