Aldi-Neubau in Dierikon verzögert sich

Der Gemeinderat von Dierikon ist auf eine Einsprache gegen seine Baubewilligung für die neue Filiale von Aldi Suisse zu Unrecht nicht eingetreten. Das Bundesgericht hat die Beschwerde einer Firma aus der Nachbarschaft des geplanten Neubaus gutgeheissen.

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Eine Mitarbeiterin füllt die Regale in der Aldi-Filiale in Honau ein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Eine Mitarbeiterin füllt die Regale in der Aldi-Filiale in Honau ein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Gemeinderat von Dierikon hatte Aldi 2010 die Baubewilligung für den Neubau der Fachmarktfiliale in der Gewerbezone erteilt. Eine Immobilienfirma in der Nähe des Baugrundes erhob dagegen Einsprache, auf die der Gemeinderat aber nicht eintrat. Das Luzerner Verwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid 2011.

Mit Bau noch nicht begonnen

Das Bundesgericht hat die dagegen erhobene Beschwerde der Firma nun gutgeheissen. Laut den Richtern in Lausanne wurde ihr die Beschwerdeberechtigung zu Unrecht abgesprochen. Der Standort der Einsprecherin befinde sich rund 90 Meter vom geplanten Neubau entfernt und werde davon nur durch die Kantonsstrasse getrennt.

Gemäss dem Entscheid des Verwaltungsgerichts sei zudem durch die Aldi-Filiale mit einer Verkehrszunahme von maximal 8,7 Prozent zu rechnen. Unter diesen Umständen dürfe der Firma die Legitimation zur Einsprache gegen das Grossvorhaben nicht verwehrt werden. Das Verwaltungsgericht muss nun neu entscheiden.

Das Bundesgericht hatte der Beschwerde im vergangenen September die aufschiebende Wirkung verwehrt und Aldi Suisse erlaubt, auf eigenes Risiko mit ersten Baumassnahmen zu beginnen. Aldi hat darauf bis heute allerdings verzichtet.

sda/rem