Alkoholverbot – andere Städte machens vor

Was in Luzern viele Fragen aufwirft, ist in anderen Städten kein Problem. Das Einrichten von Alkoholverbotszonen gehört in vielen europäischen Stadten zum Alltag.

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Ein Polizist verteilt in Krakau Bussen an Jugendliche, die zuvor Alkohol getrunken haben. In Polen ist der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen generell verboten. (Bild: Keystone)

Ein Polizist verteilt in Krakau Bussen an Jugendliche, die zuvor Alkohol getrunken haben. In Polen ist der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen generell verboten. (Bild: Keystone)

Der Tenor einiger Politiker ist klar: Es sei kaum möglich, für den Luzerner Bahnhof- und Europaplatz ein Alkoholverbot umzusetzen. Diese Forderung hatte der CVP-Kantonsrat und Präsident der KKL-Trägerstiftung Pius Zängerle, gefordert. In einer Motion bittet er den Regierungsrat, «eine Gesetzesanpassung vorzuschlagen, die es erlaubt, Rayons zu bezeichnen, wo der Alkoholkonsum, der Verkauf und das offene Mitführen von Alkohol verboten ist.»

Die Forderung ist nicht unrealistisch. Dies zeigt Chur, das als bisher einzige Schweizer Stadt ein Alkoholverbot auf öffentlichem Grund eingeführt hat – allerdings nur zwischen 0.30 und 6 Uhr in der Nacht. In Nürnberg gilt ein Alkoholverbot im Bahnhof. Viel weiter gehen die Behörden in Polen. Dort ist das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen im ganzen Land verboten – und zwar rund um die Uhr. Bei Zuwiderhandlung drohen Bussen bis 150 Franken. Seit 2001 ist auch in England und Wales ein Gesetz in Kraft, das es den Gemeinden und Städten erlaubt, Zonen zu bestimmen, in denen der Alkoholkonsum verboten ist.

Alexander von Däniken

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