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Alle unter einem Dach: Kriens
bezieht sein neues Stadthaus

Die derzeit auf mehrere Standorte verteilte Krienser Verwaltung zügelt Anfang 2019 in das Zentrum Pilatus beim Bellpark. Es soll aber mehr sein als nur der Sitz für die Behörden.
Stefan Dähler

Die Sozialen Dienste an der Nidfeldstrasse, die Bevölkerungsdienste im alten Gemeindehaus, das Finanzdepartement auf dem Andritz-Areal, das Rektorat an der Horwerstrasse: «Bisher war es so, dass der Bürger von einem Büro zum nächsten geschickt wurde», sagt Philipp Stadelmann, Leiter Bevölkerungsdienste Kriens. Rund 20 Schalter betreibt die Verwaltung in Kriens. Damit ist nun Schluss. Im Januar 2019, wenn Kriens seine Bezeichnung von Gemeinde in Stadt ändert, wird das neue Stadthaus im Zentrum Pilatus bezogen. Es bietet Platz für sämtliche Departemente und damit rund 160 Mitarbeiter.

Das Gebäude liegt an der Luzernerstrasse, die Adresse lautet aber Stadtplatz 1. Zwischen dem alten Güterschuppen beim Bellpark und dem Zentrum Pilatus ist eine freie Fläche mit Bäumen und Brunnen entstanden, auf der die Chilbi und weitere Anlässe stattfinden sollen. Dafür wurden unter anderem in den Boden versenkbare Sonnensegel installiert, die bei Bedarf auch im Kulturzentrum Schappe verwendet werden können. Weiter ist es möglich, das Foyer sowie den neuen Pilatus-Saal im Parterre des Stadthauses für Veranstaltungen zu mieten. «Das Haus dient nicht nur der Verwaltung, sondern auch der Kultur und Vereinen. Es soll einen Beitrag leisten zur Wiederbelebung des Zentrums», sagte der Noch-Gemeinde- und künftige Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne) an einem Medientermin am Freitag.

Anmelden mit Ticket-System

Im erwähnten Pilatus-Saal werden Konzerte, Theater, Bankette und die Einwohnerratssitzungen stattfinden. «Kriens hat damit drei Säle: Jenen im Schappe für rund 200 Leute, den Pilatus-Saal mit Platz bis zu 420 Personen und die Krauerhalle für bis zu 1000 Besucher», sagte Finanzvorsteher Franco Faé. Die entsprechende Nachfrage sei vorhanden, für den Pilatus-Saal seien schon mehrere Anfragen eingegangen.

Im ersten Stock befinden sich die öffentliche Planauflage und die Bevölkerungsdienste. «Das Stadtbüro ist die zentrale Anlaufstelle, an dem die Leute ihre Dienstleistungen erhalten», sagte Gemeindeschreiber Guido Solari. Anmelden kann man sich mit einem Ticket-System, wie es etwa beim Bahnhof Luzern schon bekannt ist. Im Raum gibt es offene und – falls mehr Diskretion gewünscht ist – geschlossene Schalter. Weiter befinden sich Sitzungszimmer auf dieser Etage. Auch der Stadtrat wird künftig in solch einem tagen.

Der Krienser Stadtrat auf dem Stadtplatz vor dem neuen Stadthaus. Von links: Franco Faé (CVP, Finanzvorsteher), Cyrill Wiget (Grüne, Präsident), Lothar Sidler (CVP, Sozialvorsteher), Judith Luthiger (SP, Bildungsvorsteherin), Matthias Senn (FDP, Bauvorsteher) und Guido Solari (Stadtschreiber).Der Krienser Stadtrat auf dem Stadtplatz vor dem neuen Stadthaus. Von links: Franco Faé (CVP, Finanzvorsteher), Cyrill Wiget (Grüne, Präsident), Lothar Sidler (CVP, Sozialvorsteher), Judith Luthiger (SP, Bildungsvorsteherin), Matthias Senn (FDP, Bauvorsteher) und Guido Solari (Stadtschreiber).
Der künftige Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne) im Foyer des Stadthauses. Bilder: Philipp Schmidli (Kriens, 21. Dezember 2018)Der künftige Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne) im Foyer des Stadthauses. Bilder: Philipp Schmidli (Kriens, 21. Dezember 2018)
Das Foyer des Stadthauses mit Wendeltreppe, die ins Obergeschoss zu den Bevölkerungsdiensten führt.Das Foyer des Stadthauses mit Wendeltreppe, die ins Obergeschoss zu den Bevölkerungsdiensten führt.
Franco Faé (rechts) erklärt die Nutzungen im Erdgeschoss des Stadthauses.Franco Faé (rechts) erklärt die Nutzungen im Erdgeschoss des Stadthauses.
Judith Luthiger löst ein Ticket beim Schalter im ersten Stock.Judith Luthiger löst ein Ticket beim Schalter im ersten Stock.
Bei diesem Ticketautomat melden sich die Besucher des Stadtbüros künftig an.Bei diesem Ticketautomat melden sich die Besucher des Stadtbüros künftig an.
In diesem Sitzungszimmer im ersten Stock wird der Stadtrat künftig tagen. Ausserdem werden hier auch Trauungen vollzogen.In diesem Sitzungszimmer im ersten Stock wird der Stadtrat künftig tagen. Ausserdem werden hier auch Trauungen vollzogen.
Noch sind die Büros im Stadthaus leer. Der Bezug beginnt am 7. Januar.Noch sind die Büros im Stadthaus leer. Der Bezug beginnt am 7. Januar.
Blick auf den Wartebereich der Sozialen Dienste im zweiten Stock.Blick auf den Wartebereich der Sozialen Dienste im zweiten Stock.
Das bisherige Gemeindehaus, betrachtet aus dem neuen Stadthaus.Das bisherige Gemeindehaus, betrachtet aus dem neuen Stadthaus.
Der Pausenraum für das Personal befindet sich im fünften Stock.Der Pausenraum für das Personal befindet sich im fünften Stock.
Der neue Pilatus-Saal im Erdgeschoss. Hier finden künftig die Einwohnerratssitzungen statt. Er kann zudem für Anlässe gemietet werden und bietet Platz für bis zu 420 Personen.Der neue Pilatus-Saal im Erdgeschoss. Hier finden künftig die Einwohnerratssitzungen statt. Er kann zudem für Anlässe gemietet werden und bietet Platz für bis zu 420 Personen.
Blick vom Obergeschoss ins Foyer. Für jene, die keine Treppen mögen, gibt es übrigens auch einen Lift.Blick vom Obergeschoss ins Foyer. Für jene, die keine Treppen mögen, gibt es übrigens auch einen Lift.
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Erster Einblick in das neue Krienser Stadthaus

Dachterrasse für das Personal

Im zweiten Stock werden das Betreibungsamt und die Sozialen Dienste einquartiert. Auch hier existiert eine Schalteranlage für die Bevölkerung mit Ticket-System. Die Gespräche finden in geschlossenen, aber einsehbaren Räumen statt, für den Notfall sind diese mit einem Alarmsystem ausgerüstet. Die oberen Stockwerke sind für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Im dritten Geschoss befindet sich das Bau- und Umweltdepartement, im vierten das Finanz- sowie das Bildungs- und Kulturdepartement, im fünften das Präsidialdepartement. Dort – mit Aussicht auf Pilatus, Rigi und Horwer Seebecken – wurde auch ein Pausenraum für das gesamte Personal eingerichtet. Dieses kann zudem eine Dachterrasse, von der man gar Sicht auf das Luzerner Seebecken geniesst, nutzen.

In den Neubau hat Kriens rund 22 Millionen Franken investiert, realisiert wurde er seit Februar 2016 gemeinsam mit der Alfred Müller AG, welche die Hälfte des Gebäudes belegt (siehe Infotext unten). Man spürte es beim Medientermin: Die künftigen Stadträte sind stolz auf ihre neue Arbeitsstätte. «Es ist toll, das Stadthaus nun eröffnen zu können», sagte Cyrill Wiget. Und weiter:

«Wir wollen damit zeigen, dass Kriens eine eigene Identität hat. Die urbane Entwicklung zeigt Offenheit für Neues, aber wir wollen auch das Alte nicht zerstören. »

So werde es neben dem neuen Stadtplatz beispielsweise weiterhin den Dorfplatz unterhalb der Galluskirche geben, dieser behält seinen Namen. «Es gibt eine Dualität von alt und neu», so Wiget.

Bezogen wird das Stadthaus in Etappen. Den Anfang machen am 7. Januar die Bevölkerungsdienste. Danach folgen schrittweise die weiteren Departemente, am 28. Januar soll der Umzug abgeschlossen sein. Bis dahin ist nochmals ein grosser Kraftakt nötig. Rund 1800 Zügelboxen müssen an den neuen Standort transportiert werden.

Hinweis: Einige Möbel an den alten Verwaltungsstandorten werden nach dem Umzug ins neue Stadthaus nicht mehr benötigt. Diese werden an folgenden Terminen für einen symbolischen Preis verkauft: 12. Januar, 9-11 Uhr, Schachenstrasse 13; 19. Januar, 13-15 Uhr, Nidfeldstrasse 1; 25. Januar, 13-15 Uhr, Schachenstrasse 6. Nur Barzahlung möglich.

Viele Wohnungen sind noch frei

Im neuen Zentrum Pilatus ist nicht nur das neue Krienser Stadthaus untergebracht. Die Hälfte des Gebäudes gehört der Alfred Müller AG. Diese hat dort 30 Mietwohnungen realisiert, die seit Anfang Monat bezugsbereit sind. Gemäss Homepage der Alfred Müller AG sind sechs davon fix vermietet. Die Firma rechnet damit, dass vor allem am beliebten Zügeltermin Anfang April viele neue Mieter einziehen. Die Grösse der Wohnungen variiert von 1,5 bis 3,5 Zimmer, der Mietzins ohne Nebenkosten liegt bei 1270 bis 2360 Franken pro Monat.

Weiter hat die Alfred Müller AG mehrere Büroräume realisiert. Im Parterre werden die Versicherungen Axa Winterthur und Concordia sowie die Herz Clinic Luzern einziehen. Ein weiteres Lokal sei noch nicht fix vermietet, die Verhandlungen seien aber schon sehr weit fortgeschritten. Weiter gibt es noch Büroflächen im vierten und fünften Stock. Diese befinden sich noch im Rohbau und sind noch nicht vermietet.

Anekdoten zum neuen Stadthaus

Hier noch einige mehr oder weniger wissenswerte Geschichten rund um das neue Krienser Stadthaus:

Das Sitzungszimmer des Stadtrats wird auch vom Zivilstandesamt für Trauungen genutzt. Für positive Schwingungen im Raum dürfte also gesorgt sein.

Der Pilatus-Saal ist auch eine kleine «Salle Modulable»: Die Bühne kann je nach Bedarf vergrössert, verkleinert oder verschoben werden.

Das Gebäude wurde im Minergie-P-Standard gebaut. Geheizt wird unter anderem mit der Wärme aus dem Abwasserkanal der Schachenstrasse. Warmduscher tragen also dazu bei, dass man auf der Stadtverwaltung nicht frieren muss.

Von der Idee bis zur Realisierung sind 20 Jahre vergangen: Im Jahr 1998 wurde im Einwohnerrat der Vorstoss eingereicht, der das Zentrumsprojekt initiierte.

Ursprünglich sollte auch der Polizeiposten im Stadthaus untergebracht werden, der Kanton entschied sich dann jedoch für das Schappe-Center. Doch nur so hat nun die ganze Krienser Verwaltung Platz im Haus.

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