Alleinerziehende gefährdet

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Armut Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden ist um ein Vielfaches höher als dasjenige von anderen Haushalten. Während der Anteil bei allen Privathaushalten im Kanton Luzern im Jahr 2015 bei 2,7 Prozent liegt, beträgt er bei Einelternfamilien 20,1 Prozent. 938 Alleinerziehende erhielten 2015 wirtschaftliche Sozialhilfe. Die Zahlen blieben laut Edith Lang, Leiterin Dienststelle Soziales und Bildung, seit 2012 in etwa konstant. Ausschlaggebend seien dabei, die familiäre Situation, Beruf und Erziehungsaufgaben unter einen Hut zu bringen wie auch Bildungsdefizite. Besonders betroffen sind Alleinerziehende von Kleinkindern. «Je älter die Kinder sind, desto mehr nimmt die Zahl der alleinerziehenden Sozialhilfebezüger ab», sagt Lang. Das Budget von Sozialhilfebezügern wird besonders durch Wohnungsmietkosten belastet. «Diese machen 30 bis 40 Prozent des Budgets aus.» (sb)