ALLMEND: Anwohner haben Angst vor mehr Verkehr

Das Baugesuch für die Sport-Akademie ist eingereicht. 2014 soll sie eröffnet werden – trotz Bedenken des Quartiervereins.

Christian Hodel
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Rund 150 junge Sportler und Musiker aus der Zentralschweiz sollen im Schulgebäude der Pilatus-Akademie unterrichtet werden. (Bild: Visualisierung PD)

Rund 150 junge Sportler und Musiker aus der Zentralschweiz sollen im Schulgebäude der Pilatus-Akademie unterrichtet werden. (Bild: Visualisierung PD)

Die Allmend wächst weiter in die Höhe. Auf Sommer 2014 soll am Zihlmattweg ein fünfstöckiges Schulgebäude zur Ausbildung von Nachwuchstalenten im Bereich Sport und Musik zu stehen kommen. Das Baugesuch für die sogenannte Pilatus-Akademie, ein rund 18 Meter hohes Gebäude, hat die gleichnamige Stiftung bei der Stadt Luzern nun eingereicht. Derzeit prüft die Baudirektion das Gesuch, ab dem 4. Januar ist es für die Öffentlichkeit einsehbar. Der Baustart soll im Frühjahr 2013 erfolgen. «Bereits Anfang Woche wurden die Anwohner auf der Allmend über das Vorhaben informiert», sagt Thomas Klooz, Präsident der Stiftung Pilatus-Akademie.

Akademie baut elf Parkplätze

Die Veranstaltung einberufen hat der Vorstand des Quartiervereins Biregghof-Grünegg. Xaver Hartmann, deren Präsident: «Wir befürchten mit dem Neubau mehr Verkehr durch unsere Quartiere.» Denn bereits heute seien wegen Veranstaltungen auf der Allmend die Parkplätze der Anwohner ständig belegt. Er gehe davon aus, dass sich mit dem Neubau die Situation weiter verschärfe. Zumal es auch künftig nicht viel mehr Parkmöglichkeiten geben wird, wie Klooz bestätigt. «Wir bauen elf Parkplätze», sagt er. Diese würden lediglich den Lehrern zur Verfügung stehen. Zu Mehrverkehr werde es aber nicht kommen, meint Klooz. «Die meisten der Auszubildenden reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Velo.»

Das Gebäude am Zihlmattweg kommt am südöstlichen Rand der Leichtathletikarena zu stehen. 16- bis 20-jährige Sport- und Musiktalente sollen hier unterrichtet werden. Gleichzeitig können sie an der Akademie eine Berufslehre in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Technik, Gewerbe oder Detailhandel machen. Neben Schulräumen, einem Internat mit 20 Betten und Wohnungen für die Betreuer entsteht im Gebäude auch eine Cafeteria.

Nur zu Schulzeiten geöffnet

Die Cafeteria ist ebenfalls ein Kritikpunkt der Anwohner. Sie befürchten mehr Lärm in ihren Quartieren. Klooz beschwichtigt: «Die Cafeteria wird lediglich zu den Schulzeiten offen haben. An den Abenden und an den Wochenenden ist sie nicht in Betrieb.»

Hartmann und die übrigen Quartierbewohner werden nun abwarten. «Wir beobachten, wie sich die Situation entwickelt», so der Quartiervereinspräsident. «So lange machen wir gute Miene zum bösen Spiel. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig.»

Der Neubau kostet die Stiftung Pilatus- Akademie rund 10 Millionen Franken. 5 Millionen Franken stammen aus Bankdarlehen. 2,5 Millionen Franken sind Fördergelder aus den Swisslos-Lotterieerträgen. «Den restlichen Betrag werden wir mit Gönnergeldern aufbringen», sagt Klooz. Wie viel Gelder schon beisammen sind, will Klooz nicht sagen. Nur so viel: «Wir sind auf gutem Wege.»

Das Land für die Akademie hat die Stiftung im Baurecht von der Stadt Luzern erhalten. Sie muss dafür monatlich 1000 Franken zahlen.