ALLMEND: Baumängel im Allmend-Hallenbad

Im neuen Hallenbad besteht Rutschgefahr, weil die Böden nicht überall ein Gefälle aufweisen. Die Halter AG nennt aber andere Gründe für die langen Wartungsarbeiten.

Aleksandra Mladenovic
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Das Hallenbad Allmend eröffnete erst letzten Sommer und bereits stehen Wartungsarbeiten an. (Bild: Remo Naegeli  / Neue LZ)

Das Hallenbad Allmend eröffnete erst letzten Sommer und bereits stehen Wartungsarbeiten an. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Fünf statt drei Wochen dauert die erste Wartung im neuen Hallenbad in der Allmend. Genauer vom 15. Juli bis zum 18. August. Der Grund dafür sind Garantiearbeiten, welche die Halter AG, die den Bau zu verantworten hat, durchführen muss. So müssen zum Teil Fugen und am Chromstahlbecken Schweissnähte erneuert werden. Am aufwendigsten ist die Erneuerung diverser Böden, wie Stefan Schlatter, Geschäftsführer der Hallenbad Luzern AG, erklärt: «Zum Teil sind die Böden ganz eben.» Dabei müssten sie ein Gefälle von 2 Prozent aufweisen, damit das Wasser abfliessen könne. Nun bestehe aber Rutschgefahr. «Glücklicherweise ist nichts passiert, weil die Leute vorsichtig genug durch das Hallenbad laufen», sagt Schlatter. Betroffen seien etwa alle Treppen im Nassbereich.

Halter AG: Kein Garantiefall

Claudio Zanella, Leiter Ausführung bei der Halter AG, erklärt hingegen, dass es sich um reguläre Revisionsarbeiten handle und keine Rede von Garantiefällen sein könne: «Bei den losen Plättli handelt es sich um Schadenfälle, die durch den Zubringer bei der Eröffnungsfeier entstanden sind. Diese Kosten werden von dessen Versicherung gedeckt.» Die restlichen Arbeiten und deren Kostenübernahme seien in den Wartungs- und Unterhaltsverträgen mit der Hallenbad Luzern AG geregelt seien.

«Die Treppen werden vor allem neu bearbeitet, weil deren Kanten gebrochen werden – es ist eine Verbesserungsmassnahme, die gewünscht wurde, weil die Schläuche des Reinigungspersonals durch die Treppenkanten beschädigt wurden», erklärt Zanella und verneint eine Rutschgefahr: «Selbst wenn Wasser auf den Plättchen liegen bleibt ist die Rutschsicherheit gewährleistet.»

Baumängel unter dem Deckel

Schlatter entgegnet, etwa beim Bodengefälle, den unsauberen Fugen und Schweissnähten, handle es sich ganz klar um Garantiefälle, «was man bei der Halter AG nun wohl nicht gerne öffentlich machen will.»Der bei der Stadt Luzern zuständige Bauprojektmanager, der zu den Kosten und deren Aufteilung Auskunft hätte geben können, war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.