ALLMEND BAUSTELLE: Hallenbad: Surseer Firma hat das Nachsehen

Die Surseer Metallbaufirma Mauchle offeriert für Arbeiten am neuen städtischen Hallenbad in der Swisspor-Arena am günstigsten. Zum Zuge kommt sie trotzdem nicht.

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Geschäftsführer Felix Mauchle (rechts) mit Vorarbeiter Albert Spitaleri in der Produktion Schwimmbadbau der Mauchle Metallbau AG in Sursee. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Geschäftsführer Felix Mauchle (rechts) mit Vorarbeiter Albert Spitaleri in der Produktion Schwimmbadbau der Mauchle Metallbau AG in Sursee. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Als Lieferanten der Edelstahlbecken für die neuen Hallenbäder in der Swissporarena sind nur noch drei grosse ausländische Anbieter aus Deutschland und Österreich im Rennen. Die Surseer Mauchle Metallbau AG wurde aus dem Wettbewerb verbannt, obwohl sie für gut eine halbe Million Franken tiefer offerierte. «Der Verdacht liegt nahe, dass die grossen ausländischen Mitbewerber ein abgekartetes Spiel betreiben. Die Stadt Luzern lässt es tatenlos geschehen», sagt Felix Mauchle, Verwaltungsratspräsident der Mauchle Metallbau AG.

Mauscheleien der ausländischen Konkurrenz liessen sich vor Verwaltungsgericht zwar nicht beweisen. Doch Mauchles Anwalt ist davon nicht überrascht: «Preisabsprachen von ausländischen Unternehmen sind fast unmöglich nachzuweisen, aber klar rechtswidrig.»

Er kritisiert die Baudirektion heftig, weil sie einen österreichischen Mitbewerber für den Kriterienkatalog zu Rate zog. «In dieser Funktion konnte die Firma die Beschaffung auf ihre Bedürfnisse massschneidern.» Was offensichtlich geschah: Die Limite für die Firmenumsätze wurden als Bewerbungskriterium für den Auftrag so weit heraufgeschraubt, dass die günstigeren Surseer nicht mehr mithalten konnten.

Dies obwohl die Mauchle Metallbau AG über reichlich Erfahrung mit öffentlichen Bädern von Städten und Gemeinden verfügt.

Rainer Rickenbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.