Allmend Luzern: Aus für Pferderennen

Zu hohe Kosten und zu grosser Aufwand. Die Interessengemeinschaft (IG) Pferdesport Allmend führt in Zukunft keine Pferderennen mehr auf der Luzerner Allmend durch.

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Am 31. August 2008 fand auf der Luzerner Allmend das 27. Schweizer St. Leger Pferderennen statt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Am 31. August 2008 fand auf der Luzerner Allmend das 27. Schweizer St. Leger Pferderennen statt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Stadt Luzern und die IG Pferdesport Allmend sind sich einig: Ohne neue feste und dauerhafte Infrastrukturen sind auf der Luzerner Allmend keine Pferderennen mehr möglich. Die Organisation hat sich deshalb entschieden, nach drei Jahren Pause die Pferderennen ab 2013 nicht weiterzuführen, wie die Stadt Luzern mitteilt.

Bereits im November diesen Jahres hatte die IG Pferdesport Allmend der Stadt Luzern ein Konzeptpapier vorgelegt. Es zeigt auf, dass die künftigen Rennsportveranstaltungen auf der Allmend hohe Infrastrukturkosten mit sich tragen würden. Dies sei insbesondere der Fall, wenn die Stallungen und Bauten im Bereich Eichwald/Schäferweg sowie die Mehrzweckhalle mit dem Tribünenaufbau neben dem Waaghaus wie erwartet abgebrochen werden müssten. Ausserdem sieht die Allmend-Konzeption keine weiteren Ersatzbauten für diese Einrichtungen vor.

Enormer Aufwand

Für die Durchführung von Pferderennen müssten unter anderem Tribüne und Zelt, Boxen für 120 Pferde und Parkmöglichkeiten errichtet werden. Aus Sicht der IG Pferdesport ist das unternehmerische Risiko für diese Aufwendungen nicht zu verantworten. Auch sei die Zukunft des Galopprennens in der Deutschschweiz eher ungewiss.

Concours weiterhin möglich

Die Interessengemeinschaft hat mit dem Kanton Luzern vereinbart, dass nach dem Ausbau der Zentralbahn die Rennbahn wieder hergestellt wird. Die Bauarbeiten an der Zentralbahn und der Doppelspur zwangen den IG Pferdesport Allmend zu einer dreijährigen Pause. Somit können weiterhin Concours und Dressurprüfungen auf der Allmend stattfinden. Auch in Zukunft sind die Einrichtungen für regionale Concours vorhanden.

Wie bis anhin sei die Stadt bereit, jährlich 30'000 Franken für den Unterhalt der Rennbahn und 40'000 Franken Preisgeld aufzubringen. Für die nötigen zusätzlichen Leistungen sieht sich die Stadt Luzern jedoch nicht in der Lage, die finanziellen Mittel bereit zu stellen.

Voraussichtlich wird bis im Sommer 2012 dem Stadtrat ein Konzept vorgelegt werden, das aufzeigt, wie die Pferderennbahn in Zukunft genutzt werden soll.

pd/sda/chg