ALLMEND: Luzerner Hindernissportler legen richtig los

Auf der Lumag-Tribüne ist der erste Parkour-Park der Schweiz eröffnet worden. Er soll Besucher von überallher anlocken.

Raphael Zemp
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Mitinitiator Raphael Bicker in der neuen Parkour Trainingsanlage auf der Allmend. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Mitinitiator Raphael Bicker in der neuen Parkour Trainingsanlage auf der Allmend. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Man erkennt die Lumag-Tribüne fast nicht wieder. Wo einst lieblose Betontreppen waren, steht nun der erste fest installierte und öffentliche Parkour-Hindernispark der Schweiz. Parkour, das ist eine relativ junge Sportart, in der es darum geht, Hindernisse auf dem kürzesten oder effizientesten Weg von A zum selbst gewählten Ziel B zu überwinden.

40 000 Franken investiert

Der Park ist vor allem das neue Trainingsgelände des Parkour Clubs Luzern. «Wir dürfen uns freuen. Das Resultat unserer Anstrengungen lässt sich sehen», sagt Vereinspräsident Raphael Bicker. «Mit viel Kreativität haben wir den Höhenunterschied der Tribüne optimal nutzen können.»

Seinen Anfang genommen hat das Projekt Ende 2011. Damals gewannen die Luzerner Parkour-Sportler einen mit 10 000 Franken dotierten Wettbewerb. Seither wussten die ambitionierten Trendsportler genau was sie wollten: Eine zentral gelegene, preiswerte Trainingsmöglichkeit. Die Stadtluzerner Behörden waren es schliesslich, die den Traceuren den entscheidenden Tipp gaben. Nach Verhandlungen mit der Vermieterin des Geländes – der Luzerner Messe – und diversen Abklärungen erhielten sie schliesslich grünes Licht für ihr Vorhaben. Gekostet hat der neue Park rund 40 000 Franken. «Etwas über einen Viertel der Kosten haben zwei Stiftungen übernommen», erklärt Bicker. Der Verein hat zudem noch einiges an Materialspenden bekommen. So etwa auch ein Trampolin im Wert von rund 8000 Franken.