ALLMEND-PLANUNG: Sportarena: «Die beste Lösung für Luzern»

Baudirektor Kurt Bieder kontert Vorwürfe, er stelle das Parlament vor vollendete Tatsachen. Das Parlament sei seit Jahren bei der Sportarena-Planung dabei.

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Die geplante Sportarena auf der Allmend. (Bildmontage pd)

Die geplante Sportarena auf der Allmend. (Bildmontage pd)

«Take it or leave it», heisse die Devise bei der Sportarena Allmend nun, sagte der Stadtluzerner Baudirektor Kurt Bieder am Dienstag an einer Medienkonferenz. Dieses Zitat bezeichnete SVP-Grossstadtrat Yves Holenweger in unserer Donnerstagausgabe als «nicht brillant».

Bereuen Sie diese Aussage im nachhinein?

Kurt Bieder: Ich will nicht brillant, sondern ehrlich sein.

Die SP spricht von einer «Bankrotterklärung» gegenüber den Stimmbürgern.

Bieder: Es ist keine Bankrotterklärung, sondern das Bemühen, klaren Wein einzuschenken.

Man müsse die Sportarena entweder ganz akzeptieren oder dann gar nicht, sagten Sie. Wie viel Mitwirkungsmöglichkeit bleibt dem Parlament da noch?

Bieder: Das Parlament ist seit Jahren in die Allmend- und Sportarena-Planung einbezogen. Zunächst hat es die Allmend-Planung ausgelöst und ihrem Ergebnis zugestimmt, danach den Investorenwettbewerb bewilligt. Angesichts des Siegerprojektes beschloss das Parlament dann die Umzonung des Sportarenageländes, womit die Voraussetzungen für die Realisierung der beiden Wohnhochhäuser, des Sportgebäudes und des Fussballstadions geschaffen wurden. Das Siegerprojekt KOI war in seiner gestalterischen und funktionellen Art bekannt, als das Parlament und am 24. Februar 2008 die Stimmbevölkerung nebst der Umzonung dem Stadtrat auch den Kredit für die Verhandlungen mit dem Team KOI gewährten. Ferner fanden in diesen rund vier bis fünf Jahren mehrere parlamentarische Diskussionen aufgrund verschiedener Vorstösse statt, und es gab für das Parlament zwei Info-Veranstaltungen zu Aspekten der Sportarena.

Der Dialog zwischen Stadtrat und Parlament sei nicht konstruktiv, sagt die SP.

Bieder: Gegenüber dem Parlament wurde im Oktober 2007 in einem Zwischenbericht der Verhandlungsstand zu allen Anlageteilen umfassend dargelegt. Einzelne Parlamentsmitglieder sprachen sich dafür aus, dass alle von der Stadt bestellten Anlageteile wie Hallenbad und Leichtathletiktribüne von der Stadt als Bauherrin erstellt werden sollen. Dieses Anliegen wurde in den nachfolgenden Verhandlungen berücksichtigt. Seit Februar ging es noch darum, die detaillierten Vertragsverhandlungen mit Hunderten von Details einer Lösung zuzuführen. Derartige Verhandlungen unter Miteinbezug des Parlamentes zu führen, ist im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projekts unmöglich

Interview von Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.