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ALLMEND ROCKT: «Festivalbesucher wollen nicht mehr nur Wurst und Brot»

Eine Cateringfirma aus Ebikon wird nächstes Wochenende 50 000 Konzertbesucher bewirten. Robert Zupan verrät, was die Zuschauer erwartet.
Natalie Ehrenzweig
Robert Zupan von der Cateringfirma Rockservices auf der Allmend in Luzern, wo nächstes Wochenende das Festival «Allmend rockt» stattfindet. (Bild Philipp Schmidli)

Robert Zupan von der Cateringfirma Rockservices auf der Allmend in Luzern, wo nächstes Wochenende das Festival «Allmend rockt» stattfindet. (Bild Philipp Schmidli)

«Früher hat es gereicht, wenn man an einem Festival Bratwürste und Brot verkauft hat. Heute haben sich die Ansprüche der Festivalbesucher doch sehr verändert», sagt Robert Zupan von Rockservices. Mit seiner Firma ist er für das Catering bei «Allmend rockt» vom nächsten Wochenende verantwortlich.

In Gastro-Familie aufgewachsen

Zupan ist mit Rockservices in Ebikon zu Hause. Dabei fungieren sie einerseits als Essensanbieter, andererseits als Agentur – bei kleineren Caterings bis zu grossen Events wie «Allmend rockt». «Bei diesem Event sind wir für den ganzen Foodbereich zuständig. Das ist als kleine Firma vor allem möglich, weil wir schon einige Male beim Sonisphere dabei waren», erklärt er. Essen und Getränk werden bei so grossen Anlässen meist organisatorisch getrennt.

Bereits während des Studiums, als er die Hotelfachschule absolvierte, betrieb Robert Zupan an Festivals Stände. «Ich komme aus einer Familie, die schon länger im Gastro- und Cateringbereich tätig ist. Ich bin da hineingewachsen», erzählt er. Nach einem kurzen Ausflug in die Unternehmensberatung kehrte er zum Catering zurück. «Mir hat das Kreative, das Hektische gefehlt», meint er lächelnd.

Auf Umsatz angewiesen

Bei ihrer Arbeit müssen Rockservices nicht nur die Konsumenten zufrieden stellen, auch die gesetzlichen Vorschriften, zum Beispiel feuerpolizeiliche Bestimmungen oder Regeln der Lebensmittelkontrolle, müssen eingehalten werden. «Und natürlich muss auch der Festivalveranstalter mit unserer Leistung happy sein. Denn viel mehr als früher ist der Veranstalter heute auch auf den Umsatz von Food und Beverage angewiesen», erläutert Zupan.

Mit Wurst und Bier ist es wie erwähnt schon lange nicht mehr getan. «Die Festivalbesucher sind viel ernährungs- und gesundheitsbewusster als früher. Je breiter das Food-Angebot ist, umso mehr wird konsumiert. Ich denke, es ist eine Kunst, möglichst viele Bedürfnisse abzudecken und trotzdem eine hohe Qualität zu halten», ist Robert Zupan überzeugt. Doch das Angebot soll nicht nur vielseitig, sondern auch schnell verfügbar sein: «Lange anstehen will niemand. Und wenn zum Beispiel am Samstag von den erwarteten 50 000 Besuchern 20 000 gleichzeitig essen wollen, ist das schon eine Herausforderung.» Eine Formel, wie man bei so vielen Zuschauern die Menge berechnet, gibt es nicht. «Da streiten sich die Experten. Es ist sehr abhängig davon, zu welcher Zeit gegessen wird, wie lange ein Event dauert und wie das Wetter ist», sagt Zupan. Sowohl die Anbieter wie auch die Veranstalter arbeiten heute viel professioneller als früher.

«Allmend rockt» ohne Sushi

Am «Allmend rockt», so viel verrät Robert Zupan, können die Besucher ein breites Angebot erwarten: «Der klassische Rocker steht wohl auf Fleisch aller Art. Die weiblichen Besucher sind aber meist gesundheitsbewusster und verlangen etwa griechische oder mexikanische Küche oder auch Süsses wie Crêpes.» Sushi würde der Experte eher nicht an einem Festival anbieten. «Es gibt Profis, die das können, aber mir fehlt da die Erfahrung.»

Natürlich gibt es – auch bei praktisch ausverkauften Events wie «Allmend rockt» – Risiken. «Einerseits ist da das Wetter. Bei Sturm kann es gefährlich werden, wie zum Beispiel beim Turnfest in Biel. Da gab es sogar einen Verletzten. Uns hat es damals vier Stände zusammengelegt», erinnert sich Zupan. Doch häufiger als das Wetter spielt die Stromversorgung den Caterern einen Streich. «Ein Stromausfall kann schon mal passieren. Da ist Improvisation gefragt: Man mobilisiert alle Gasgeräte und kocht beim Licht der Taschenlampe oder sogar des Handy-Displays», erzählt er.

Privat geht er nicht an Festivals

Selber kann sich Robert Zupan nicht entscheiden, was er an Festivals am liebten isst. Das sei von Tageszeit und Lust abhängig. «Ich war letztes Jahr etwa an 20 Festivals. Mein liebstes ist der Gurten. Und jetzt hoffe ich, dass auch das ‹Allmend rockt› ein Lieblingsfestival werden kann», sagt er. Privat geht er aber nicht an Festivals. Nur für die Band Radiohead würde er eine Ausnahme machen.

Natalie Ehrenzweig

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