ALLMEND: Sportarena: Verträge werden unterzeichnet

Am (heutigen) Mittwochabend werden die Stadt Luzern und ihre privaten Partner das Vertragswerk, darunter die Baurechtsverträge für das geplante Fussballstadion, das Sportgebäude und die Wohn-Hochhäuser auf der Luzerner Allmend, unterzeichnen.

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Visualisierung der Sportarena. (Bild pd)

Visualisierung der Sportarena. (Bild pd)

Die drei Baurechtsverträge sind die Basis für die Realisierung der Sportarena Luzern. Sie sind Bestandteil der städtischen Volksabstimmung, die voraussichtlich am 30. November 2008 stattfindet. Ausgehandelt wurden zwei Baurechtsverträge mit den Immobilienanlagegefässen der Credit Suisse für die Wohn-Hochhäuser und das Sportgebäude sowie ein Baurechtsvertrag mit der Stadion Luzern AG für das Fussballstadion. Sie treten erst in Kraft, wenn die Volksabstimmung erfolgreich verlaufen ist und eine Baubewilligung vorliegt.

Abgeltung von 31,7 Millionen Franken
Für die beiden Baurechte für die Wohn-Hochhäuser und das Sportgebäude erhält die Stadt Luzern von den Immobilienanlagegefässen der Credit Suisse eine Abgeltung in der Höhe von insgesamt 31,7 Millionen Franken. Diese bringt die Stadt Luzern in das Fussballstadion ein. Die beiden Baurechte haben eine Dauer von 99 Jahren. Sie verpflichten die privaten Investoren zum Unterhalt der Gebäude und Anlagen, die sie auf dem städtischen Land erstellen. Zudem hat die Stadt ein Vorkaufsrecht.

900'000 Franken Miete pro Jahr
Auch der Baurechtsvertrag für das Fussballstadion, der mit der Stadion Luzern AG abgeschlossen wird, ist ein komplexer Vertrag mit einer hohen Regelungsdichte. Dies ist bedingt durch die Tatsache, dass er das einzige Steuerungsinstrument der Stadt hinsichtlich des Fussballstadions ist. Mit dem Vertrag gibt die Stadt Luzern der Stadion Luzern AG ein unentgeltliches Baurecht über 99 Jahre für das Grundstück, auf dem das Stadion gebaut wird. Die Stadion Luzern AG übergibt das Stadion der Stadion Betriebs AG zu einem jährlichen Mietzins von 900'000 Franken zum Betrieb. Bei der Stadion Luzern AG ist die ARGE Halter/Eberli mehrheitsbeteiligt. Die Löwen Sport und Event AG Gesellschaft, die dem FCL nahe steht, tritt als Minderheitsbeteiligte auf. Während der grosse Unterhalt von der Stadion Luzern AG zu tragen ist, obliegt der kleine Unterhalt der Stadion Betriebs AG, in der wiederum die ARGE Halter/Eberli sowie FCL-nahe Kreise mitwirken.

Stadt von künftigen Verpflichtungen befreit
Diese mehrstufige Organisationsform für Eigentum, Betrieb und Nutzung des Stadions wurde gewählt, um die Verantwortlichkeiten und Risiken in diesem Zusammenhang jeweils richtig zuzuordnen und zu verhindern, dass sportliche Misserfolge zu Misswirtschaft im Stadionbetrieb führen könnten. Die Stadt Luzern ist, abgesehen von ihrem einmaligen Investitionsbeitrag von 15 Millionen Franken und der Weitergabe der Abgeltung von 31,7 Millionen Franken, von sämtlichen Verpflichtungen gegenüber dem Stadion befreit und weder an dessen Bau, dessen langfristigem Unterhalt noch an dessen Betrieb beteiligt. Das Stadion wird nach seiner Erstellung zu einem symbolischen Wert von einem Franken in der Bilanz der Stadion Luzern AG aufgeführt, was bedeutet, dass es ohne jegliche Belastung dasteht. Die Stadion Luzern AG trägt während der ganzen Baurechtsdauer den Unterhalt. Hierzu bildet sie durch periodische Einlagen einen angemessenen Erneuerungsfonds.

scd