ALLMEND/HORW: Nach Sturm: Rückhaltebecken war randvoll

In Horw regnete es am Freitag wie aus Kübeln. Der Anlagewart reagierte sofort und hat damit wohl einige Schäden verhindert.

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Das geflutete Rückhaltebecken Allmend-Süd am Freitag um 21 Uhr. (Bild Jérôme Martinu/Neue LZ)

Das geflutete Rückhaltebecken Allmend-Süd am Freitag um 21 Uhr. (Bild Jérôme Martinu/Neue LZ)

Überschwemmte Keller, Tiefgaragen und Liftschächte: Nach den heftigen Regen­güssen in Horw vom letzten Freitag sind bei der Kantonalen Gebäudeversicherung über 90 Schadensmeldungen eingegangen.

Dass es nicht noch schlimmer kam, ist dem Anlagewart der Gemeinde Horw, Daniel Kaiser, zu verdanken. Kurz nach Beginn des Unwetters eilte er zum Hochwasser­rückhaltebecken Allmend und drehte den Schieber zu. «Ich wollte verhindern, dass dieses Wasser auch noch über den Dorfbach nach Horw fliesst», sagt er. Denn zu diesem Zweck sei das Becken ja auch gebaut worden.

Kanton lobt Entscheid
Das Hochwasserrückhaltebecken Allmend, das auf Gemeindegebiet von Luzern und Horw liegt, wurde im Juli 2007 in Betrieb genommen. Die Kosten der Anlage beliefen sich gemäss Ernst Deubelbeiss, Projektleiter in der Abteilung Naturgefahren des kantonalen Tiefbauamtes, auf 3.4 Millionen Franken. «Der Entscheid, den Abfluss aus dem Becken zu drosseln, war richtig», sagt er. So hätten noch grössere Überschwemmungen im Dorfgebiet von Horw vermieden werden können.

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.