Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Nach Firmenübernahme: Luzerner Grossinvestor Alpstaeg wird nun auch Häuser bauen

Swisspor-Eigner Bernhard Alpstaeg hat die Aktienmehrheit bei der Swisshaus AG übernommen. Gemäss Alpstaeg wird sich die Firma künftig auf den Bau von Mehrfamilienhäusern spezialisieren.
Thomas Heer
Bernhard Alpstaeg ist in der Region vor allem auch als grösster Investor bei der FC Luzern Holding AG bekannt. (Jakob Ineichen (Luzern, 15.07.2018))

Bernhard Alpstaeg ist in der Region vor allem auch als grösster Investor bei der FC Luzern Holding AG bekannt. (Jakob Ineichen (Luzern, 15.07.2018))

Seit 2004 sei Swisshaus der Schweizer Marktführer im Bau von schlüsselfertigen Einfamilienhäuser, heisst es unter anderem auf der Firmenwebsite. Das Unternehmen mit Sitz im aargauischen Lenzburg beschäftigt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzt pro Jahr zirka 100 Millionen Franken um.

Bis Ende letzten Jahres war die Swisshaus AG im Besitz einer englischen Private-Equity-Gesellschaft. Daher war es diesem, in der Schweiz nicht domizilierten Unternehmen kaum möglich, hierzulande Bauland zu erwerben. Dies aber ist keine gute Voraussetzung dafür, damit die Swisshaus AG ihre Marktstellung festigen oder gar ausbauen kann.

Bernhard Alpstaeg

Bernhard Alpstaeg

Das war mit ein Grund, weshalb sich, der in Horw wohnhafte Besitzer des Dichtungs- und Dämmungsunternehmens Swisspor, Bernhard Alpstaeg, dazu entschloss, Ende letzten Jahres als Mehrheitsaktionär bei der Swisshaus AG einzusteigen.

Der Geschäftsführer sitzt mit im Boot

In einer internen Swisshaus-Mitteilung wird Bernhard Alpstaeg folgendermassen zitiert: «Das langjährige Bestehen am Markt, die regionale Verankerung und die grosse Erfahrung der Swisshaus AG zeichnen die Marke aus.» Das bilde, so der Investor weiter, eine perfekte Basis für eine zukunftsorientierte, wertbasierte, auf Qualität und Kundenzufriedenheit ausgerichtete Weiterentwicklung. Als Minderheitsaktionär engagiert sich zudem der heutige Swisshaus-Geschäftsführer, Clemens Hauser, an der Firma.

Bernhard Alpstaeg, der sich in der Region vor allem auch als grösster Investor bei der FC Luzern Holding AG, einen Namen gemacht hat, will, wie er gegenüber dieser Zeitung ausführte, künftig aber nicht nur auf das Segmente Einfamilien- sondern neu auch auf Mehrfamilienhäuser setzen.

Grosse Einfamilienhaus- parzellen besser nutzen

Diese Strategie darf aus verschiedenen Gründen als zukunftsträchtig eingeschätzt werden. Zum einen nimmt die Wohnbevölkerung in der Schweiz seit längerem Jahr für Jahr um mehrere zehntausend Personen zu. Das Bauland wird damit zu einem immer knapperen Gut. Verdichtetes Wohnen ist angesagt. Diese Umstände sind auch mit ein Grund, weshalb der Souverän am kommenden 10. Februar über die Zersiedelungsinitiative befinden wird. Nehmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dieses Begehren an, wird es in der Schweiz künftig zu keiner weiteren Zunahme der Bauzonen mehr kommen.

Zum anderen finden sich übers ganze Land verteilt heute knapp eine Million Einfamilienhäuser. Diese wurden vielfach in den 1970er und 1980er-Jahren erstellt. Die Bauparzellen waren damals im Vergleich zu heute wesentlich grösser. Das heisst, nicht selten 800 oder noch mehr Quadratmeter gross. Diese Grundstücke haben mitunter ein grosses Erweiterungspotenzial, sei es durch Anbauten, Aufstockungen oder gar Ersatzbauten. Und genau diesen Weg will Alpstaeg künftig mit Swisshaus auch beschreiten. Auf Einfamilienhausparzellen sollen mehrstöckige Häuser entstehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.