ALPWEIDEN: Lamas dürfen weiter Schafe bewachen

Die einzigen Schafe, die der Wolf in diesem Sommer gerissen hat, wurden von Lamas bewacht. Trotzdem bleiben sie 2014 im Einsatz.

Luzia Mattmann
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Ein Lama bewacht auf der Alp Gfellen im Entlebuch eine Herde von Lacaune-Milchschafen. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Ein Lama bewacht auf der Alp Gfellen im Entlebuch eine Herde von Lacaune-Milchschafen. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Fünf Schafe wurden diesen Sommer auf Luzerner Alpen gerissen – alle auf einer Weide, die von Lamas bewacht war. Dennoch wird das im letzten Jahr initiierte Projekt mit Lamas als Herdenschutztiere weitergeführt, wie Heinrich Wachter von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald gegenüber unserer Zeitung sagt. Hauptgrund: Lamas haben gegenüber Herdenschutzhunden den Vorteil, dass sich Wanderer kaum vor ihnen fürchten. Bei den Schafhaltern überwiegt die Skepsis gegenüber den Lamas jedoch. Auf den Alpen seien Hunde die richtige Lösung, sagt Werner Wicki, Vorstandsmitglied des Luzerner Schafhaltervereins. Eine Bilanz über den Erfolg von Lamas als Herdenschutztiere wird Ende 2014 gezogen.

700 Franken pro Lama

Im Kanton Luzern werden pro Jahr maximal 40 000 Franken im Rahmen eines Kostendaches für den Herdenschutz zur Verfügung gestellt; zwei Drittel davon trägt der Bund, einen Drittel der Kanton. Darin enthalten sind die Entschädigungen für gerissene Schafe. Pro getötetes Tier erhalten die Bauern zwischen 360 und 500 Franken. Für die fünf gerissenen Schafe hat der Kanton Entschädigungen von 2200 Franken ausbezahlt. Auf den Luzerner Alpen werden jährlich rund 1500 Schafe gesömmert.

In der übrigen Zentralschweiz gibt es kaum Probleme mit dem Wolf. Nur in Nidwalden sind zwei Schutzhunde im Einsatz.