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«Als Amerikaner kann ich alles»

Nachgefragt
Andrew Clayton (46), ehemaliger Küchenchef des Restaurants Bam Bou in Luzern, heute im «Portofino» in Thalwil tätig. (Bild: PD)

Andrew Clayton (46), ehemaliger Küchenchef des Restaurants Bam Bou in Luzern, heute im «Portofino» in Thalwil tätig. (Bild: PD)

Er gehört zu den kreativsten Küchenchefs, die Luzern gesehen hat: Andrew Clayton (46) hat sich im Luzerner Restaurant Bam Bou und anderswo für seine ­Asian-Fusion-Küche Höchstnoten verdient. Durch den Wechsel im «Bam Bou» (wir berichteten) hat es den Wahl-Luzerner mit amerikanischen Wurzeln nun an den Zürichsee verschlagen. Die High Society schwärmt in den höchsten Tönen vom neuen Maestro in Thalwil.

Andrew Clayton, jahrelang kochten Sie im «Bam Bou» in Luzern, seit zwei Wochen im «Portofino» in Thalwil. Glücklich?

Ja, das «Portofino» ist eines der schönsten Restaurants der Welt.

Das ist eine Übertreibung: Der Zürichsee kann mit dem Vierwaldstättersee nicht mithalten.

Das mag sein. Aber es ist wirklich toll, am Zürichsee zu kochen.

Auch wenn es italienisch ist und nicht Asian-Fusion?

Ja, ich kann auch in der italienischen Küche kreativ sein. Als Amerikaner kann ich alles (lacht). Auch wenn ich zugeben muss: Auf Chili und Curry zu verzichten ist nicht immer einfach.

Wie sind Sie überhaupt von Luzern nach Thalwil gekommen?

Das ist einem persönlichen ­Kontakt von «Portofino»-Inhaber Michel Péclard zu verdanken. Ich habe ihn am 19. Dezember kennen gelernt und am 23. Dezember bei ihm unterschrieben. Auch wenn ich gern in Luzern geblieben wäre.

Bereuen Sie etwas?

Nein, überhaupt nicht. Es läuft sehr gut. Ich habe Spass an meiner Arbeit. Ich bewirtschafte eine kleine, aber feine Karte mit einigen Überraschungen. Carbonara muss nicht Spaghetti, sondern kann auch einmal Pizza sein.

Auch für die High Society vom Zürichsee, die bereits in den höchsten Tönen von Ihnen schwärmt?

Ja, unbedingt. Abgesehen davon: Für mich ist ein Gast ein Gast.

Und was ist nun mit Luzern?

Ich wohne mit meinen Kindern weiterhin in Luzern, hinter der Museggmauer. Und das wird auch so bleiben.

Gibt es Gründe, weshalb Luzerner nach Thalwil reisen sollten?

Ja, genau einen – mich und das «Portofino» (lacht). Nein, im Ernst. In weniger als einer Stunde ist man da. Und ich auch wieder zurück.

Wohin gehen Sie, wenn Sie in Luzern essen?

Ins «La Cucina», das zweitschönste italienische Restaurant der Welt (schmunzelt).

Interview: Balz Bruder

balz.bruder@luzernerzeitung.ch

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