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Als Zwingli in Einsiedeln den Ablass anprangerte

Schwyz Mit Zwingli wird die Reformation von Zürich aus in die ganze Schweiz getragen. Huldrych Zwingli kommt am 1. Januar 1484 in Wildhaus im Toggenburg zur Welt. Noch heute ist dort sein Elternhaus zu besichtigen. Zwingli macht Studien in Wien und Basel, seine erste Pfarrstelle tritt er in Glarus an. Von dort aus begleitet er als Feldprediger Schweizer Söldner nach Italien, 1513 nach Novara, 1515 nach Marignano.

Bevor er ab 1519 als Leutpriester ans Grossmünster in Zürich berufen wird, wirkt er drei Jahre am Benediktinerkloster in Einsiedeln. Hier predigt er gegen die Exzesse des Ablasshandels, den eigentlichen Ausgangspunkt der Reformation. Mit seinen Erfahrungen als Militärseelsorger ist ihm auch die «Reisläuferei» ein Dorn im Auge, damit gemeint sind die Söldnerdienste im Krieg.

Zwinglis Zürcher Zeit ist nicht frei von Konflikten: Mit Verweis auf ihn übertreten 1522 angesehene Bürger das Fastengebot. Zwingli rechtfertigt den Bruch gegenüber dem für Zürich zuständigen Bischof von Konstanz in seiner ersten eindeutig reformatorischen Schrift. Noch im gleichen Jahr fordert er vom Konstanzer Bischof die Aufhebung des Priesterzölibats und die Einführung der schriftgemässen Predigt. Der Zürcher Rat sieht sich veranlasst, ein Religionsgespräch einzuberufen. Zur Vorbereitung dieser sogenannten 1. Zürcher Disputation im Januar 1523 verfasst Zwingli eine Zusammenfassung seiner Lehre in 67 Artikeln. Eine 2. Disputation im Oktober über die Bilderfrage und die Messe legt den Grundstein zur Umgestaltung der Kirche und des Gemeinwesens in reformatorischem Sinn: Abschaffung der Messe, Entfernung der Bilder, Aufhebung der Klöster, Neuorganisation der Armenfürsorge und Errichtung eines unabhängigen Ehegerichts.

Zwingli stirbt 1531 auf dem Schlachtfeld bei Kappel, wo die katholischen Eidgenossen der fünf Orte die Reformierten aus Zürich besiegen. (fi)

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