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ALTBÜRON: Ein Dorf lässt sich hochleben

Bei frühlingshaftem Wetter feierte das Dorf im Hinterland eine familiäre Fasnacht mit viel Sinn für Spontanität. Einige der Zuschauer erlebten gar ein Konfettibad – nicht immer freiwillig.
Manuel Burkhard
Mariachi-Musik und Chili con Carne gabs beim Turnverein Altbüron. (Bild: Dominik Wunderli (23. Februar 2017).)

Mariachi-Musik und Chili con Carne gabs beim Turnverein Altbüron. (Bild: Dominik Wunderli (23. Februar 2017).)

Manuel Burkhard

kanton@luzernerzeitung.ch

Während sich die Fasnächtler in Luzern der Auswüchse der Bürokratie erwehren (wir berichteten), hat man in Altbüron viel Sinn für Spontanität. Die «Sechs Gögs» – sechs Männer aus Altbüron, die den Fasnachtsumzug organisieren – definierten lediglich das Motto «Vive l’Altbüron». Eine Anmeldung für den Umzug war nicht möglich, niemand wusste, wer alles dort sein würde. Die teilnehmenden Gruppen meldeten sich einfach beim OK und stellten sich hinten an. Am Start der Umzugsstrecke konnten die Gruppen dann ihr Motto präsentieren.

Allgegenwärtiges Frankreich

Mit der Gögs-Fahne vorneweg eröffneten die Tunnuschränzer Altbüron (diese Reihenfolge ist die einzige Konstante des Altbüroner Umzugs) als napoleonische Soldaten den Reigen. Ihnen folgte der grosse Feldherr persönlich. Unterstützt von der Männerriege, musterte Napoleon Bonaparte die Zuschauer und hob aus ihren Reihen Soldaten für seine Armee aus. Dass die Erinnerungen an die französische Herrschaft in der Schweiz jedoch nicht durchgehend positiv sind, riefen die Ploggeischter vom Totebode in Erinnerung: Sie defilierten mit ihrem prachtvollen Wagen, dem «Plog-Chäller», inklusive Pranger und aufgehängtem Käfig durchs Dorf.

Weit weniger martialisch, aber nicht minder kreativ zeigten sich die Schule Altbüron mit dem Motto «Bergrennen» und das MuKi-Turnen, dessen Mitglieder als Ballone über die Strasse schwebten. Ausgerechnet die Schnapsbrenner Bölimänggu waren es dann, die vor den Folgen des fasnächtlichen Treibens warnten: «Zu viel Rum dreht Mägen um!»

Keine Fasnacht ohne Konfetti. Zur Freude der anwesenden Kinder wurden grosse Mengen der farbigen Papierschnipsel unters Volk gebracht. Einmal geworfen, kamen die Konfetti wegen des Windes nicht mehr zur Ruhe. Zeitweilig fegten regelrechte Konfettitornados durch das Dorf. Kräftig dazu beigetragen hatte der Turnverein Altbüron. Als Mexikaner traten die Mitglieder mit Mariachi-Musik, Chili con Carne und einer ganzen Konfettibadewanne auf. Darin nahm manch ein Fasnächtler ein erfrischendes Bad – was freilich nicht immer ganz freiwillig passierte.

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 19
Anzahl Zuschauer: 1500
Stimmung: verspielt
Dauer: 60 Minuten
Highlight: Konfettibadewanne

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