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ALTBÜRON: Ein kreatives Chaos im Hinterland

Anmeldung brauchts nicht, ein Programm gibts nicht. Der Umzug in Altbüron organisiert sich von alleine. Das hilft der Kreativität.
Frauen sind als Tina Turner verkleidet. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Frauen sind als Tina Turner verkleidet. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Seit 52 Jahren bestimmen sechs Fasnächtler das Altbüroner Fasnachtstreiben – die Gögs. Ausschliesslich Männer sind für das Amt zugelassen, in Frack und mit Rundhut, eben einem Gogs, übernehmen sie die Organisation der Fasnachtsaktivitäten.

Kaum organisiert ist hingegen der Altbüroner Umzug am SchmuDo. Er stehe für kreatives Chaos wie alt Gögs und alt Gemeindeammann Edwin Bütikofer erzählt. Es gibt kein Programm, die aktiven Fasnächtler können sich bis kurz vor dem Start anmelden, so entsteht dann der Umzug. «Und dann gibt es jeweils die Prämierung der schönsten Nummern in der Mehrzweckhalle», erklärt Bütikofer.

Bei frostigen minus 7 Grad und leichtem Schneetreiben bewegte sich der Umzug die Dorfstrasse herauf Richtung Mehrzweckhalle. Gut 40 Nummern stellten sich dem Urteil der Jury. Darunter trommelten und posaunten acht Guuggen gegen den Winter an, mehrere Maskenpaare und Gruppenmasken, sowie viele Wagen mit aufwendig gestalteten Sujets präsentieren sich den etwa 400 Zuschauern am Strassenrand.

Clevere Altbüroner Langhälse
Beliebtes Thema war die Schweinegrippe, welche die Fasnächtler zu einigen bissigen Kommentaren animierte. Aber auch die UBS oder die Post bekamen ihr Fett weg. Und der Zunftmeister der benachbarten Roggliswiler Elefantenzunft, Daniel Luternauer, musste sich einiges anhören. Die Roggliswiler, den Altbüronern seit jeher in freundschaftlicher Rivalität verbunden, stellten eine Giraffe auf die Gemeindegrenze, die von Altbüron nach Roggliswil hinübergiert. Das als Anspielung auf die Altbüroner Langhälse, die den Roggliswiler alles nachmachen würden. Diese, nicht dumm, drehten die Giraffe auf dem Hügel ob Altbüron um 180 Grad.

Gut aufgewärmt
Nach dem Umzug begab sich die Fasnachtsgemeinde schnell in die warme Mehrzweckhalle, wo sie mit Speis und Trank bewirtet wurde und die Prämierung der besten Guuggen, Masken und Sujets abwartete. «Wir vom Turnverein gewinnen immer», gab sich Pascal Rölli siegessicher. Zur klirrenden Kälte meinte er nur, dass sie sich als eine der letzten Nummern «schon gut aufgewärmt» hätten. Die widrigen Bedingungen konnten auch Stefan Alt und seine Frau Brigitte mit ihren Söhnen Alexander (4) und Jonas (2) nicht vom Besuch abhalten. Von Hofstatt bei Luthern kommend, hätten sie sichs schon zweimal überlegt, aber «wir hatten es schon abgemacht», meinte Stefan Alt.

Florian Weingartner

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