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ALTBÜRON: Sport- und Rennwagen erobern das Luzerner Hinterland

Nach einem Jahr Pause findet am Sonntag wieder die Bergprüfung statt. Trotz eines Wechsels beim Organisationskomitee soll der Anlass wie bisher verlaufen – anders sieht es in zwei Jahren aus.
Bei der Bergprüfung zeigt sich, wer was unter der Haube (oder dem Heck) hat. Im Bild ein NSU. (Bild: Corinne Glanzmann (Altbüron, 16. August 2015))

Bei der Bergprüfung zeigt sich, wer was unter der Haube (oder dem Heck) hat. Im Bild ein NSU. (Bild: Corinne Glanzmann (Altbüron, 16. August 2015))

Die letzte Bergprüfung vor zwei Jahren fiel ins Wasser. Statt der 7000 erwarteten Zuschauer fanden nur gut 2000 den Weg nach Altbüron. Ungewiss war in der Folge auch, ob der Anlass wieder durchgeführt wird.

Nun ist klar: Am kommenden Sonntag strömen wieder Hunderte Motorsportfans in die Gemeinde im Hinterland. Der Anlass wird wiederum von den «Freunden Bergprüfung Altbüron» durchgeführt, allerdings nur noch vom Organisationskomitee, Sepp Ludin und seiner Frau. Die Bergprüfung hat vor mehr als einem Jahrzehnt als Stammtischidee begonnen. Mit von der Partie war damals auch Ludin. Während andere Mitglieder der «Freunde der Bergprüfung» ausgestiegen sind, hat er das Projekt nach der Pensionierung angepackt. Ludin betont aber: «Der Gemeinderat von Altbüron ist auf uns zugekommen und hat uns angefragt, ob wir den Anlass nicht weiterführen können.» Die Bergprüfung sei eine gute Werbung für die Gemeinde und auch für die Vereine eine Gelegenheit, sich zu präsentieren und aus den Imbissständen Einnahmen zu generieren.

Bergprüfung soll Volksfest-Charakter haben

Trotz Änderungen bei den Organisatoren soll die Bergprüfung bei der 8. Austragung ihren ursprünglichen Charakter bewahren. «Sie soll ein Volksfest für alle sein», erklärt Ludin. Auf eine Zeitmessung werde bewusst verzichtet. «Dafür haben wir zu wenig lizenzierte Fahrer am Start. Und bei einer Zeitmessung dürften auch nur originale Fahrzeuge antreten.» Angemeldet haben sich wie in den Vorjahren rund 250 Fahrer. Sie überwinden bei der Bergprüfung eine Strecke von 1,4 Kilometern. Der Weg führt von Altbüron auf der Staltenstrasse Richtung Ebersecken. Laut Organisationschef handelt es sich bei rund der Hälfte der Fahrer um ehemalige Rennfahrer. Die anderen Teilnehmer sind Sammler und Motorsportliebhaber.

2015 drehte sich der Anlass ganz um Rolf Biland, den siebenfachen Weltmeister der Kategorie Seitenwagen. Er ist dieses Jahr nicht vor Ort. Dennoch fehlen grosse Namen nicht. Wie schon vor zwei Jahren ist der Schweizer Rennfahrer Marcel Fässler wieder am Start. Weitere Motorsportgrössen wie Hansruedi Hugen­tobler, Hans Peter oder Fredy Amweg fehlen auf der Teilnehmerliste ebenfalls nicht. «Im Gegensatz zur letzten Austragung sind wir heuer breiter aufgestellt», sagt Ludin. Der Organisator ist überzeugt, dass sich die Zuschauer auch dieses Jahr vor allem beim Fahrerlager aufhalten werden. Dafür wird die Strasse im Dorfzentrum von Altbüron abgesperrt. Im Fahrerlager kann nebst den historischen Rennboliden eine breite Auswahl an klassischen Sport- und Rennfahrzeugen bewundert werden. «Jeder Oldtimerfahrer ist natürlich überzeugt, das schönste Auto zu besitzen», sagt Ludin mit einem Schmunzeln. Der Motorsportfan fährt selber keinen historischen Wagen. Er freut sich besonders auf einen originalen Formel-1-Wagen, der in der Schweiz nur selten zu bestaunen sei. Ludin rechnet bei der 8. Berg­prüfung wiederum mit rund 7000 Zuschauern. Es handle sich allerdings nicht um ebenso viele zahlende Personen. Denn ein Teil davon seien Fahrer, Begleitpersonen und Helfer. Und was wünscht sich Ludin für die Bergprüfung? «Wenn der letzte Fahrer unfallfrei vom Berg runterkommt, winkt und Freude hat, bin ich mit dem Anlass zufrieden.»

Organisator muss Ersatz für Fahrerlager suchen

Für Sepp Ludin ist jetzt schon klar: Auch 2019 sollen in Altbüron Rennboliden die Stalten­strasse in Beschlag nehmen. Bei der nächsten Austragung wird es aber Änderungen geben. «In Altbüron sind zwei Bauvorhaben hängig», sagt Ludin. Während des Baus kann die Strasse im Dorf nicht als Fahrerlager dienen. Deshalb muss sich der Organisator nach einem Ersatz umsehen.

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen zur 8. Bergprüfung für historische Sport- und Rennwagen vom kommenden Sonntag finden Sie unter: www.bergpruefung-altbueron.ch. Der Anlass beginnt um 9 Uhr und dauert bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 20 Franken, für Kinder bis 14 Jahre ist er gratis.

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