Alte Soldatenstube

Linke wollen den Abriss des Gebäudes beim Eichwäldli Luzern vorerst verhindern

Die Stadt soll die Liegenschaft am Murmattweg mit einfachen Massnahmen noch für rund ein Jahr erhalten, schlagen Grüne und SP vor. So bliebe genug Zeit, um ein Konzept für eine neue Nutzung des Areals zu erarbeiten.

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Das Gebäude am Murmattweg 2.

Das Gebäude am Murmattweg 2.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 24. November 2020)

(std) Der Luzerner Stadtrat soll auf den Abriss des Wohngebäudes am Murmattweg 2 beim Eichwäldli vorerst verzichten. Das fordern Grüne und SP in einem dringlichen Postulat. Stattdessen sollen einfache «bauliche Massnahmen für die Sicherung des heutigen Wohnteils für rund ein Jahr» ergriffen werden. Die angebaute Soldatenstube, die sich in einem besonders schlechten Zustand befinde, könne abgetrennt werden. Das Jahr soll die Stadt nutzen, um mit Quartierkräften in einem partizipativen Prozess ein Konzept für eine Zwischennutzung des Areals zu erarbeiten.

Derzeit wird die städtische Liegenschaft von Leuten bewohnt, die sich als «Familie Eichwäldli» bezeichnen und sich mit dem Stadtrat überworfen haben. Die Stadt will das Gebäude abreissen lassen und fordert die «Familie» auf, bis Ende Januar auszuziehen. Grüne und SP schreiben, dass die Kommunikation zwischen Stadt und «Familie» erschwert sei und es «nicht tolerierbar» sei, dass letztere die Soldatenstube entgegen der Auflagen weiter genutzt hätten. Das Gebäude nun abzureissen, mache aber wenig Sinn, da keine Pläne für die künftige Nutzung bestünden.