Alter Vertrag behindert ZHB-Neubau

Der Neubau der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern erhält einen weiteren Dämpfer – durch einen alten Vertrag zwischen Stadt und Kanton.

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Der Innenhof der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Der Innenhof der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Seit der Luzerner Kantonsrat sich für einen Neubau der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) ausgesprochen hat, ist eine grosse Diskussion ausgebrochen. Architekten sind empört, dass der 1951 eröffnete Bau abgerissen werden soll, und auch Denkmalpfleger äussern Bedenken über einen Neubau.

Alt Grossrat und alt Grossstadtrat Roman Bussmann (Landesring der Unabhängigen) hat jetzt einen Vertrag aus dem Jahre 1949 entdeckt. Darin verpflichtete sich der Kanton gegenüber der Stadt, beim Vögeligärtli «nur eine Bibliothek und ein Naturmuseum» zu errichten. Auch wird darin unter anderem die zulässige Gebäudehöhe beschränkt. Der Kantonsrat stimmte diesen Punkten damals zu, nachdem die Stadt dem Kanton das Gelände als Gratis-Bauplatz überlassen hatte.

Wer kann den Vertrag auflösen?

Stadtarchitekt Jürg Rehsteiner bestätigt: «Der Vertrag ist beurkundet.» Und auf Nachfrage unserer Zeitung kam das Dokument gestern auch beim Kanton zum Vorschein. Kantonsbaumeister Urs Mahlstein bestätigt, dass das eine weitere Hürde für den Kanton auf dem Weg zu einem Neubau der ZHB darstellt. Denn für einen Neubau wäre auch eine Zonenänderung nötig, der das Stimmvolk zustimmen müsste. Es bleibt die Frage, in wessen Kompetenz die Auflösung des Vertrags von 1949 liegt.

Guy Studer

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