ALTERS- UND PFLEGEHEIME: Ja zu Sex-Kontakten – aber diskret

Sexdienstleistungen sind bis ins hohe Alter ein Bedürfnis. Wie sollen Heime reagieren? Ein Luzerner Betagtenzentrum will Klarheit schaffen.

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Nicht nur in Altersheimen, auch in Gefängnissen (im Bold Bostadel) gibt es Sexzimmer. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Nicht nur in Altersheimen, auch in Gefängnissen (im Bold Bostadel) gibt es Sexzimmer. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Doppelzimmer, grosse Aufenthaltsräume im Eingangsbereich, keine Zimmerschlüssel: Der westliche Hausteil des Betagtenzentrums Rosenberg in Luzern lässt seinen 84 Bewohnern wenig Raum für Privatsphäre für einen allein stehenden, knapp 80-jährigen Bewohner zu wenig. «Der Bewohner wollte um die Jahreswende eine Prostituierte empfangen. Mangels Privatsphäre hat er uns gebeten, ihm ein Zimmer zur Verfügung zu stellen», sagt Zentrumsleiterin Cati Hürlimann.

Bedürfnis verschwindet nie
«Wir wurden damals erstmals offen und direkt mit solch einem Wunsch konfrontiert», sagt Hürlimann. «Wir sind aber überzeugt, dass dieser Mann kein Einzelfall ist. So wissen wir, dass Männer aus unserem östlichen Hausteil, der als klassisches Wohnheim gestaltet ist, auf ihren Einzelzimmern auch schon Prostituierte empfangen haben.»

Tobias Lang

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.