ALTERSBETREUUNG: Wohin mit den alten Drogenkranken?

Bald kommt die erste Generation Drögeler in die Altersheime der Stadt. Konflikte sind damit vorprogrammiert, ist sich der städtische Heimleiter sicher.

Drucken
Teilen
Fixer beim Präparieren einer Heroinspritze (gestellte Aufnahme). (Bild Keystone)

Fixer beim Präparieren einer Heroinspritze (gestellte Aufnahme). (Bild Keystone)

Die Betagtenzentren der Stadt werden sich bald mit einer neuen Klientel beschäftigen müssen: Der Stadtluzerner Sozialdirektor Ruedi Meier schätzt, dass es demnächst kantonsweit «zwanzig bis dreissig» Drogenkranke der ersten Stunde gibt, die bald Betreuung brauchen. «Weil sie schneller altern und gesundheitlich in einem schlechten Zustand sind, kommen sie schon im Alter von 60 Jahren in die Heime», so Meier. Er betont: «Diese Menschen haben ein Recht auf gute Pflege und Betreuung.»

Probleme mit Randständigen
Allerdings: Die Erfahrung, welche man bis anhin mit alkoholsüchtigen Bewohnern gemacht hat, zeigen: Wenn sie in ein Betagtenzentrum eintreten, kann das zu Konflikten führen: «Im Zentrum Dreilinden haben wir mehrere Randständige aufgenommen. Sie haben sich klickenmässig zusammen getan haben, was gegenüber den anderen Bewohnern zunehmend schwierig wurde», sagt Beat Demarmels, Leiter der städtischen Heime und Alterssiedlungen. Ab und zu kommt es gar vor, dass sich Bewohner unhaltbar benehmen.

Kanton führt Analyse durch
Gegenwärtig läuft unter der Federführung des Kantons eine Abklärung, ob man drogenkranke Menschen eher in die bestehenden Heime eingliedern soll oder ob es für sie spezielle Angebote braucht.

Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.