ALTISHOFEN: Er hat schlagende Argumente

Am Wochenende findet erneut der Drummerwettbewerb statt. Der Einheimische Luca Staffelbach gehört zu den Favoriten.

Ernesto Piazza
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Luca Staffelbach (17) an seinem Lieblingsinstrument, dem Marimbafon. (Bild Pius Amrein)

Luca Staffelbach (17) an seinem Lieblingsinstrument, dem Marimbafon. (Bild Pius Amrein)

Es scheint, als ob ihn nichts aus der Fassung bringen könnte: Luca Staffelbach sitzt – schon fast stoisch ruhig – am Tisch und wartet auf das, was kommt. Auch während des Gesprächs lässt sich der 17-Jährige kaum aus der Reserve locken. Trotzdem gestattet der Perkussionist seinem Gegenüber dann und wann einen tieferen Blick in seine Musikkarten. Etwa indem er mit den Fingern seine Fertigkeit auf dem Tisch aufblitzen lässt.

Abtauchen in eigene Musikwelt

Es gibt aber auch noch einen anderen Luca Staffelbach. Dieser kommt zum Vorschein, sobald er hinter eines seiner diversen Schlaginstrumente, wie etwa das Marimbafon steht: Aktiv und innovativ taucht er in seine eigene Musikwelt ab.

Am Wochenende nimmt er am 21. Schweizerischen Drummer- und Perkussionisten-Wettbewerb in Altishofen teil (siehe Kasten). Dort tritt er sowohl in der Kategorie 1 mit der kleinen Trommel und dem Marimbafon sowie auch mit drei Kollegen in der Kategorie A Ensemble an. Daher ist es keineswegs verwunderlich, wenn Jonas Glanzmann, PR-Verantwortlicher des Altishofer Drummer- und Perkussionisten-Wettbewerbs, sagt: «Er ist sicher einer der stärkeren Teilnehmer.»

Einstieg übers Xylofon

Seinem zeitintensiven Hobby ordnet Luca Staffelbach viel unter. So besucht er in Schüpfheim das Gymnasium Plus, wo er den fünfjährigen Maturitätslehrgang für Sport, Musik und Kultur absolviert. Dafür nimmt der 17-Jährige täglich fast zwei Stunden Pendelzeit zwischen Altishofen und Schüpfheim in Kauf.

Er ist aber auch in der Musikschule Entlebuch eingebettet und besucht jeweils eine Stunde pro Woche entsprechenden Unterricht. Einerseits lässt sich Luca Staffelbach alternierend auf den Platteninstrumenten – wie beispielsweise dem Marimbafon – weiterbilden. Andererseits übt er sich auch an den Fellinstrumenten – dazu gehören die verschiedenen Trommeln. «Ich geniesse es auch, mit andern zu musizieren», sagt er, weshalb er gerne bei diversen Musikgesellschaften aushilft. «Mein Interesse zur Musik kam sukzessive», erinnert er sich. Seit der 2. Klasse spielt er auf dem kleinen Xylofon. Über Konzertxylofon und Schlagzeug landete er schliesslich auch beim Marimbafon. Sogar ein Klavier steht im Wohnzimmer. «Ich spiele alles gern und bin breit abgestützt», sagt Luca Staffelbach, angesprochen auf seinen Favoriten. Und trotzdem: Beim Gespräch bleibt er immer wieder beim Marimbafon hängen. «Mir gefällt der angenehme Klang und die melodiösen Möglichkeiten dieses Instruments», weiss Luca Staffelbach.

Die Musik zum Beruf machen

«Nach der Matura möchte ich auf dem Gebiet der Musik ein Studium beginnen und mit einem Bachelor abschliessen.» Welche Fachrichtung es dereinst sein wird, weiss er noch nicht. Dennoch ist für ihn klar: «Ich möchte auch in Zukunft umsetzen, was die Noten mir zeigen, und vor allem an meinen technischen Fähigkeiten arbeiten.»

Für Luca Staffelbach geht es nun Schlag auf Schlag: Am übernächsten Wochenende findet das Finale des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs, für den er sich kürzlich qualifiziert hatte, in Lausanne statt. Zunächst heisst es für den Altishofer aber, das Heimspiel möglichst erfolgreich zu bestreiten. Um nicht zuletzt so auch einen weiteren, kleinen Schritt auf seinem Weg von der Berufung hin zum Berufsmusiker zu vollziehen.