ALTISHOFEN: Galliker: 60-Mio.-Projekt wird kein Selbstläufer

Die Galliker Transport AG mit Sitz in Altishofen möchte in Wikon ein neues Logistikzentrum mit Büros realisieren. Dagegen legt nun die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz Einsprache ein.

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Im Februar ist waadtländischen Aclens ebenfalls ein Galliker-Logistikzentrum in Betrieb genommen worden. (Bild pd)

Im Februar ist waadtländischen Aclens ebenfalls ein Galliker-Logistikzentrum in Betrieb genommen worden. (Bild pd)

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) unterbreitet in ihrem Namen und im Namen von Pro Natura Luzern und Pro Natura Schweiz eine Einsprache mit folgenden Anträgen: «1. Das Vorhaben sei mit dem kantonalen und regionalen Richtplan abzustimmen. 2. Es sei nachzuweisen, dass das Vorhaben dem interkantonalen Konzept Wiggertalpark nicht widerspricht.»

«Im Widerspruch zu Richtplänen»
Das Vorhaben umfasst eine Lagerfläche von 47'000 m2 und dürfte mit 225 m Länge, 73 m Breite und 18,5 m Höhe sowie mit den 780 PW-Abstellflächen auf dem Dach als eines der grössten Bauten der Region bezeichnet werden, wie es in der Einsprache heisst. Die Pflicht einer Umweltverträglichkeitsprüfung sei daher auch klar gegeben. Die Einsprecherin rügt die fehlende Abstimmung mit dem kantonalen und regionalen Richtplan, welche derart grosse und verkehrsintensive Anlagen speziellen Arbeitszonen zugewiesen hätten. Die hier beanspruchte Hindermatte gehöre nicht zu diesen richtplanmässig festgesetzten Flächen. Damit stehe das Vorhaben planerisch im Widerspruch zu den behördenverbindlichen Richtplänen.

Besorgnis wegen des Grundwassers
Auch das interkantonale Konzept Wiggertalpark sehe ebenfalls vor, dass derartige verkehrsintensive und grossflächige Gewerbe in bestimmte Zonen zu verweisen sind, beispielsweise in die Wagnermatte/Industriestrasse. Es stelle sich daher auch hier die Frage einer Umgehung der Ziele des Wiggertalparkes. Das Vorhaben befinde sich zudem in einem Gewässerschutzbereich. A, also in einem Grundwasservorkommen, das zur Wassergewinnung genutzt wird.

Als Begründung für das Abweichen von den richtplanmässigen Zuweisungen könne letztlich nicht geltend gemacht werden, dass die Bauherrschaft bereits das Areal mit dem vormaligen Ero-Frikart-Gebäude übernommen hätte.

scd