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ALTISHOFEN: Kommunikationsprobleme führten zum Absturz

Vor zwei Jahren ist ein Helikopter bei einem Schnupperflug verunfallt. Gemäss Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) , liegen keine technischen Mängel am Helikopter vor, allerdings ist es wohl zu Kommunikationsproblemen zwischen dem Piloten und und dem Fluggast gekommen.
Der Helikopter erlitt einen Totalschaden. (Bild: Luzerner Polizei)

Der Helikopter erlitt einen Totalschaden. (Bild: Luzerner Polizei)

Am Morgen des 6. Juli 2013 führte ein damals 44-jähriger Fluglehrer mit einem Fluggast vom Flugplatz Beromünster aus mit einem Helikopter einen sogenannten Schnupperflug durch. Auf dem Gemeindegebiet Altishofen, in der Region Vorderhueb, führte der Fluggast auf einem Wiesland mehrere Schwebeübungen durch. Bei einem dieser Manöver verlor er plötzlich die Herrschaft über den Hubschrauber und stürzte aus ca. einem Meter Höhe auf das Wiesland. Dabei kippte der Helikopter, ein Robinson R22 Beta, auf die linke Seite (Dynamic Rollover) und wurde stark beschädigt. Dabei haben sich der Fluggast und der Flugleherer leichte Verletzungen zugezogen.

Nun liegt der Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zu diesem Helikopterunfall vor. Gemäss diesem bericht liegen keine Anhaltspunkte für vorbestehende technische Mängel vor, die den Unfall hätten verursachen oder beeinflussen können.

Verständigungsschwierigkeiten

Der Schnupperflugkandidat benötigte an jedem Ohr ein Hörgerät, was zusammen mit Kopfhörern schon zu Verständigungsschwierigkeiten geführt hatte. So wohl auch kurz vor dem Unfall, als der Fluglehrer dem Fluggast «gewisse Steuer des Helikopters» für den Start und den bodennahen Schwebeflug übergab. Der Schnupperflugkandidat hingegen war der Ansicht, dass ihm alle Steuer übergeben worden waren.

Während der letzten Schwebeflugübung begann der Helikopter plötzlich unkontrolliert nach links zu driften. Der Fluglehrer rief «my controls» und versuchte, den Helikopter wieder unter Kontrolle zu bekommen. Der Schnupperflugkandidat nahm die Aufforderung nicht wahr und verkrampfte sich nach Aussage des Fluglehrers an den Steuern.

Verkrampft und Überfordert

Diese Verkrampfung und Überforderung des Fluggastes an den Steuern war den auch eine der Ursachen für den Unall. Hinzu kommt eine durch die erschwerte Kommunikation mit Risiken behaftete Regelung darüber, wie die Übergabe der Steuerung vom Schnupperflugkandidaten an den Fluglehrer zu erfolgen hatte.

Als weiteren risikoreichen Faktor, der jedoch den Unfall nicht direkt verursacht hat, erwähnt die Sust ein unzureichendes Bewusstsein über die Gefahren bei einem Schnupperflug.

pd/zim

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