Kommentar
Altishofen und Ebersecken: Diese Heirat macht Sinn

Dank der Solidarität der Altishofer ist die Fusion geglückt. Doch der Zusammenschluss der beiden Gemeinden bringt nicht nur für das finanzschwächere Ebersecken Vorteile.

Martina Odermatt
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Martina Odermatt, redaktionelle Mitarbeiterin im Ressort Kanton Luzern.

Martina Odermatt, redaktionelle Mitarbeiterin im Ressort Kanton Luzern.

70 Prozent der Altishofer und sogar 85 Prozent der Ebersecker Bevölkerung haben der Fusion der beiden Gemeinden zugestimmt. Das ist ein eindeutiges Resultat. Somit wird die Gemeinde Ebersecken ab Januar 2020 zu einem Ortsteil der Gemeinde Altishofen.

Die Heirat der beiden Gemeinden ist wenig überraschend und macht auch durchaus Sinn. Altishofen und Ebersecken arbeiten bereits auf verschiedenen Ebenen eng zusammen. Neben der seit knapp 40 Jahren funktionierenden gemeinsamen Verwaltung bewährte sich die Kooperation auch auf Ebene Vereine und Pfarreien.

Ein Zusammenschluss liegt da auf der Hand – gerade auch in Bezug auf die finanzielle Lage Eberseckens. Die Gemeinde wäre alleine nicht überlebensfähig gewesen. Der Steuerfuss hätte auf 2.6 Einheiten erhöht werden müssen, ein Sonderbeitrag des Kantons hätte das Problem nur kurzfristig behoben. Eine Fusion etwa mit Altishofen oder Schötz, war für das finanzielle Überleben der Gemeinde unumgänglich.

Doch der Zusammenschluss bringt nicht nur für Ebersecken, sondern auch für Altishofen Vorteile. Denn bei einer Fusion Eberseckens mit einer anderen Gemeinde wäre die Auflösung der langjährigen Verwaltungsgemeinschaft die Folge gewesen. Das wäre aufwendig und teuer geworden. Auch der 4,6 Millionen Franken hohe Fusionsbeitrag des Kantons dürfte sich positiv auf das Stimmverhalten der Altishofer ausgewirkt haben.

Trotzdem bleibt festzuhalten: Ohne eine gewisse Solidarität der Altishofer wäre es nicht zu dieser weitsichtigen Fusion gekommen. Es ist die erste 
im Kanton Luzern seit sieben Jahren.