Altishofen und Ebersecken tagen erstmals vereint

Am 1. Januar 2020 fusionieren die beiden Landkommunen. Schon gestern Dienstag war die erste Gemeindeversammlung.

Ernesto Piazza
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Historischer Moment am Dienstag Abend in der Altishofer Mehrzweckhalle: 130 Stimmbürger trafen sich zur ersten gemeinsamen Gemeindeversammlung. Dabei richtete sich der Fokus vor allem auf das Budget 2020. Auf der Traktandenliste standen aber auch die Neubesetzung des Urnenbüros sowie die Bestellung diverser Kommissionen.

Erste Gemeindeversammlung der vereinigten Gemeinde Altishofen. (Bild: Pius Amrein, 19.11.2019)

Erste Gemeindeversammlung der vereinigten Gemeinde Altishofen. (Bild: Pius Amrein, 19.11.2019)

Der abtretende Altishofer Gemeindepräsident Urs Kaufmann (CVP) leitete nicht nur seine letzte Gemeindeversammlung, er führte zugleich durch die erste der ab dem kommenden Jahr vereinigten Kommunen. Er sagte denn auch: «Diese Versammlung ist für mich historisch und speziell zugleich. Wir wollen damit ein erstes Zeichen für einen guten gemeinsamen Start legen.» Dem künftigen Präsidenten Thomas Roos (CVP) ­oblag diesmal noch ein kleiner Part. Der aktuelle Gemeinderatspräsident von Ebersecken verantwortete im Rahmen des Voranschlags 2020 das Ressort «Präsidiales».

Budget einstimmig genehmigt

Das erste Budget der vereinigten Gemeinde Altishofen wurde einstimmig genehmigt. Es weist bei einem Gesamtaufwand von rund 13,8 Millionen Franken einen Gewinn von knapp 610000 Franken aus. Dieser Überschuss fliesst ins Eigen­kapital. Hauptgrund für dieses positive Resultat sind 1,2 Millionen Franken vom Kanton. Dieser steuert als Fusionsbeitrag 3,6 Millionen Franken in drei Tranchen bei, eine weitere Million ist an Investitionsprojekte in Ebersecken gekoppelt. Der Steuerfuss der vereinigten Hinterländer Gemeinde wurde für 2020 auf 1,7 Einheiten festgelegt. Im laufenden Jahr liegt er in Altishofen bei 1,8, in Ebers­ecken bei 2,4 Einheiten.

Urnenbüro umfasst neu sechs Mitglieder

Weiter sagten die Stimmbürger deutlich Ja zum Sonderkredit für die Sanierung der Richenthalerstrasse. Diese erfolgt insgesamt auf einer Fläche von 8800 Quadratmetern. Der hierfür genehmigte Betrag beläuft sich auf 660000 Franken. Das Urnenbüro der vereinigten Gemeinde umfasst neu sechs Mitglieder.

Thomas Roos (neuer Gmeindepräsident) im Fokus. (Bild: Pius Amrein, 19.11.2019)

Thomas Roos (neuer Gmeindepräsident) im Fokus. (Bild: Pius Amrein, 19.11.2019)

Als deren Präsidenten wurden Thomas Roos und Nadia Stöckli-Steiner (CVP) gewählt. Toni Greber (parteilos) präsidiert die vierköpfige Bildungskommission. Die Rechnungskommission unter dem Vorsitz von Gregor Häfliger (FDP) umfasst drei Mitglieder. Bei der Bürgerrechtskommission liegen keine Demissionen vor. Zu den drei bis­herigen Altishofer Mitgliedern kommt neu der Ebersecker Oliver Häfliger (FDP) dazu.

Zum Schluss wurde Ida Glanzmann als Nationalrätin noch geehrt. Sie sei in Ebers­ecken geboren und schon lange in Altishofen wohnhaft. «Ein gutes Beispiel für diese Fusion», sagte Urs Kaufmann.