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ALTISHOFEN: Vorläufiges Fahrverbot auf Güterstrassen wegen Schleichverkehr

Die Sanierung der Kantonsstrasse sorgt für längere Wartezeiten. Nicht alle Autofahrer wollen diese in Kauf nehmen. Deshalb haben der Kanton und die betroffenen Gemeinden nun reagiert.
Vor der Ampel eingeschlafen: Die Polizei weckte den Autofahrer (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Vor der Ampel eingeschlafen: Die Polizei weckte den Autofahrer (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Das Rattern und Hämmern der Baumaschinen ist weit herum zu hören: An der Kantonsstrasse in Altishofen wird seit gut zwei Wochen gebaut. Die K11 wird zwischen dem Kreisel Altishofen und dem Knoten Gäuerhof saniert. Derzeit laufen die Arbeiten an der Brücke über die Wigger. Die Sanierung des 400 Meter langen Streckenabschnitts sei aus Sicherheitsgründen «unumgänglich und somit dringend», teilte die kantonale Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (VIF) Ende März mit. Budgetiert sind für die Arbeiten rund 2,9 Millionen Franken.

Während der Arbeiten – sie sollen Ende November abgeschlossen sein – wird der Verkehr einspurig mit Ampeln geführt. In den Stosszeiten sorgen Verkehrslotsen dafür, dass die Rückstaus den Kreisel Altishofen und den Knoten Gäuerhof nicht blockieren. Die VIF erwartet beträcht­liche Wartezeiten auf der Kantonsstrasse, die auch von Autofahrern aus den Regionen Willisau und Entlebuch als Zubringer zur A2 genutzt wird.

Bislang habe sich das Verkehrsaufkommen im erwarteten Rahmen bewegt, sagt Projekt­leiter Adrian Nauer vom VIF auf Anfrage. In den Gemeinden spürt man die Auswirkungen der Baustelle bereits. Schon eine Woche nach Baustart gab es in Reiden Meldungen von Anwohnern über zunehmenden Schleichverkehr zu den Hauptverkehrszeiten, sagt Gemeinderat Willi Zürcher auf Anfrage. Und auch in Altishofen hat der Verkehr auf Nebenstrassen zugenommen. «Die Anwohner haben das deutlich gespürt», bestätigt Gemeinderat Stefan Meier. Dabei sind während der Schulferien tendenziell eher weniger Autos unterwegs als zu «normalen» Zeiten.

Zufriedenheit über schnelle Lösung

Die VIF hat nun eine befristete Verkehrsanordnung erlassen: In den Gemeinden Altishofen, Bereich Eichbühl/Wiggerhof, sowie in Dagmersellen, Bereich Sagi, und in Langnau (Gemeinde Reiden), Bereiche Hasli und Leimgrube, gilt auf den jeweiligen Güterstrassen ein Verbot für Motorwagen und Motorräder. Der Zubringerdienst bleibt gestattet. Die Verkehrsanordnung gilt ab Montag bis zum voraussicht­lichen Ende der Bauarbeiten am 30. November. «Wir standen schon vor den Arbeiten mit den Gemeinden in Kontakt und wussten, dass sich auf diesen Nebenstrassen Schleichverkehr entwickeln könnte», erklärt Adrian Nauer. «Wir haben die Situation beobachtet und nun entsprechend gehandelt.»

Die Gemeinden sind froh über die schnelle Lösung. «Es musste jetzt gehandelt werden», sagt Stefan Meier. Und auch ­Willi Zürcher begrüsst das schnelle Handeln: «Die vom Fahrverbot betroffenen Strassen sind nicht für starkes Verkehrsaufkommen gedacht. Weil es wenig Ausweichstellen für den Gegenverkehr gibt, müssten die Fahrzeuge aufs Land ausweichen.»

Zu den Verkehrsmassnahmen rund um die Sanierung gehört auch die Verlängerung der Ausfahrtsspur des Autobahn­anschlusses Dagmersellen. Dafür wird auf mehreren hundert Metern der Pannenstreifen genutzt. Man habe diese Massnahme beim Astra beantragt, um allfällige Rückstaus auf die Autobahn aufzufangen, erklärt Nauer.

Cyril Aregger

cyril.aregger@luzernerzeitung.ch

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