ALTSTADT: Die Luzerner Politiker wollen mehr Veloplätze

Velofahrer seien gute Kunden, sagen Politiker und verlangen mehr Parkiermöglich­keiten. Damit sind aber nicht alle einverstanden.

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Eine Velofahrerin parkiert ihr Velo am Grandel. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

Eine Velofahrerin parkiert ihr Velo am Grandel. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

«Studien haben gezeigt, dass Velokunden pro Woche mindestens gleich viel Geld ausgeben wie Autokunden.» Dies schreiben Parlamentarier von CVP, SP und Grünen in einer Motion an den Stadtrat. «Sie geben pro Einkauf halb so viel Geld aus, kommen dafür umso häufiger.» Es sei deshalb sehr wichtig, die Parkiermöglichkeiten für Velofahrer zu verbessern.

Genügend Parkplätze und eine Signalisation
Ausschlaggebend war laut SP-Grossstadtrat Dominik Durrer als Vertreter der Motionäre die derzeitige Diskussion um die Veloparkplätze am Mühlenplatz. Der Quartierverein Altstadt fordert ihre Aufhebung. «Man kann doch nicht jeden Platz einzeln anschauen, sondern sollte einen Gesamtblick auf die Situation haben», sagt Durrer.

Der Stadtrat solle deshalb in einem Planungsbericht aufzeigen, wie die Altstadt für Velofahrer attraktiver gestaltet werden kann. Die Motionäre stellen unter anderem folgende Forderungen:

  • Am Rand und im Zentrum der Altstadt sollen genügend Parkplätze erhalten oder neu erstellt werden.  
  • Kleine bis mittlere Abstellanlagen an vielen verschiedenen Standorten sollen den Velofahrern zur Verfügung stehen.  
  • Ein Signalkonzept soll dazu dienen, weniger bekannte Parkplätze zu finden.

«Für eine wirkliche Lösung an einen Tisch setzen»
Für eine attraktivere Altstadt setze sich auch der Quartierverein Altstadt ein, sagt dessen Präsident Fritz Rogger. Allerdings habe man eine ganz andere Auffassung davon, wie dies erreicht werden soll. «Die Altstadt sollte eine Fussgängerzone sein», sagt Rogger. Der Veloverkehr müsse deshalb gleich behandelt werden wie der motorisierte und der öffentliche Verkehr.

Auf den Plätzen der Altstadt, so Rogger, sollen deshalb generell keine Velos mehr parkieren dürfen. Für den Quartierverein wären nur Veloparkplätze am Rande der Altstadt denkbar. Das Argument der kaufkräftigen Velofahrer lässt der Quartiervereinspräsident nicht gelten: «Man kann die Kundschaft nicht einfach in Franken aufwiegen.»

Das Thema Veloparkplätze sei nicht neu, sagt auch Franz Stalder, Präsident der City-Vereinigung. «Um wirklich Lösungen zu finden, müsste man sich mit allen Betroffenen, also gemeinsam mit den Geschäften und dem Quartierverein, an einen Tisch setzen.»

Ismail Osman

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.