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ALTSTADT: Uhrenfirmen loben Car-Lösung

Sanierungsarbeiten am Schwanenplatz schränken Reisecars ein und verursachen zusätzliche Sicherheitskosten. Welche Geschäfte sich daran beteiligen, ist unklar.
Olivia Steiner
Zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 muss der Schwanenplatz für Cars und Autos gesperrt werden. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 muss der Schwanenplatz für Cars und Autos gesperrt werden. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

«Es ist die bestmögliche Lösung, hinter der die Tourismusbranche stehen kann und die gemäss Experten auch den Sicherheitskriterien genügt.» Das sagt der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren zu der von der Stadt am Donnerstag vorgestellten Lösung für die Sanierung der Werkleitungen am Schwanenplatz. Diese müssen aus Altersgründen erneuert werden. Bereits im Sommer hatte die Stadt Einschränkungen für den Verkehr auf dem Schwanenplatz angekündigt.

Nun ist folgende Lösung angedacht: Das für die Erneuerungsarbeiten benötigte Pumpwerk wird auf dem Vorplatz der Credit Suisse errichtet. So können parallel zum Strassenverlauf drei provisorische Car-Haltestellen geschaffen werden, wobei sich zwei davon auf dem Trottoir befinden (siehe Grafik). Auf diese Weise können Touristen weiterhin am Schwanenplatz aussteigen. Einsteigen werden sie allerdings vor der Schifflände beim Bahnhof. Die Bauzeit soll von Oktober 2014 bis Januar 2015, also rund vier Monate, dauern. Um das Sicherheitsrisiko zu minimieren, sind bauliche Massnahmen wie Absperrungen sowie der Ausbau des Lotsendienstes geplant. Die Kosten für diese Massnahmen dürften gemäss gestriger Aussage von Stadtrat Adrian Borgula rund 200 000 Franken betragen. Ob sich die Geschäfte daran beteiligen, wird gemäss Borgula zurzeit verhandelt. Die Sanierung schlägt mit 8 Millionen Franken zu Buche.

Perren hofft auf pünktliches Ende

«Da die Cars ihre Gäste nicht auf der Strassenseite aussteigen lassen, besteht keine Gefahr, dass Touristen plötzlich mitten auf der Strasse oder der Bushaltestellen stehen», so Marcel Perren. Auch der Weg zu Fuss zum Bahnhof sei mit der Begleitung eines Reiseleiters gut machbar. «Der Weg ist ja kurz, und eventuell können Tourguides diesen mit einem Umweg über die Kapellbrücke ergänzen und attraktiveren.» Perren hofft, dass die Bauarbeiten pünktlich Ende Januar beendet werden können. Denn am 31. Januar beginnt das chinesische Neujahr – die Gäste aus China kommen in grosser Zahl. «Darum sollten wir dann auch verkehrstechnisch wieder bereit sein.»

Gübelin und Bucherer zufrieden

Auch die Uhren- und Schmuckgeschäfte Bucherer und Gübelin sind mit der Lösung zufrieden. Anne Gorgerat, Mediensprecherin von Gübelin, sagt: «Wir begrüssen die Sanierung, weil sie nötig ist. Aber natürlich haben wir nicht nur Freude daran, denn dadurch wird die Geschäftstätigkeit eingeschränkt. Aber wir haben eine gute Kompromisslösung mit der Stadt gefunden.» Auch Jörg Baumann, Marketingdirektor von Bucherer, sagt: «Wir schätzen sehr, dass die Stadt Hand geboten hat zu einer konstruktiven Lösung.» Dies sei ein Bekenntnis zu Luzern als Tourismusstadt und zur Wichtigkeit des Standortes Schwanenplatz. Für eine Kostenbeteiligung sind bisher offenbar weder Gübelin noch Bucherer angefragt worden. Zur Frage, ob die Firmen bereit wären, sich finanziell zu beteiligen, wollten sich beide Sprecher nicht äussern.

Stadtingenieur Martin Bürgi erklärt: «Wir haben das Konzept erarbeitet, die Details müssen aber noch geklärt werden.» Wie viel die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen genau kosten und wer sich mit welchen Beiträgen daran beteilige, werde gemeinsam mit den beteiligten Partnern ausgearbeitet. Die Verhandlungen dazu würden nun in einem nächsten Schritt aufgenommen.

Fussgänger wollen genau hinsehen

Kurt Aeschlimann, Präsident Fussverkehr Region Luzern, sagt auf Anfrage: «Wir haben die Unterlagen noch nicht im Detail gesehen. Deshalb kann ich mich noch nicht dazu äussern.» Man werde das Projekt hinsichtlich Fussgängersicherheit aber genau prüfen. Auch Pro Velo konnte «allfällige Auswirkungen der Sanierungsarbeiten auf Velofahrende im Detail noch nicht prüfen», wie Co-Präsidentin Laura Kopp auf Anfrage sagt. Man gehe zurzeit davon aus, dass keine zusätzlichen Probleme entstünden.

Kritisch äusserten sich gestern hingegen die VBL. Mediensprecher Christian Bertschi sprach von einer «suboptimalen» Lösung: «Es besteht etwa eine erhöhte Gefahr von Streifkollisionen, wenn ein Car seitlich vom Trottoir wieder in die Strasse einfädelt und dabei die Bussspur überqueren muss.»

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