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Kommentar

Ambulante Versorgung: Das wahre Problem bleibt ungelöst

Ein neues Projekt soll die ambulante Versorgung im Kanton Luzern sichern. Die Dichte an Hausärzten wird aber nicht zunehmen.
Yasmin Kunz

Der Hausärztemangel ist vielerorts im Kanton Luzern bereits Realität. Besonders auf dem Land bekunden ältere Ärztinnen und Ärzte meist grosse Mühe, für ihre Praxis eine Nachfolge zu finden. Die ambulante Grundversorgung könnte bald gefährdet sein.

Diese Tatsache vor Augen lanciert der Luzerner Regierungsrat Guido Graf (CVP) nun ein neues Projekt. Dieses zielt darauf ab, die Koordination zwischen den verschiedenen Leistungsanbietern wie Hausärzten, Spitex oder Heimen zu verbessern. Das Projekt «Modellversorgung» soll Doppelspurigkeiten vermeiden, indem die Versorgung der Patienten aus einer Hand erfolgt. Im Zentrum des Projekts stehen vorerst chronische Erkrankungen wie etwa Diabetes oder Bluthochdruck.

Graf will mit seinem Modell klassische Behandlungspfade verlassen und innovative Wege beschreiten. So sollen zum Beispiel Medizinische Praxisassistentinnen dank einer Zusatzausbildung Diabetes-Patienten betreuen können. Dadurch würde der Hausarzt entlastet, trüge aber nach wie vor die Hauptverantwortung. Die Patienten auf der anderen Seite hätten immer die gleiche Behandlungsperson.

Vereinfachte und vereinheitlichte Prozessabläufe in der ambulanten Versorgung sind fraglos nötig. Doch das eigentliche Problem löst Graf mit seinem Projekt nicht: Die Dichte an Hausärzten wird dadurch nicht zunehmen. Und letztlich ist es genau das, was der Patient wünscht und braucht: einen Hausarzt.

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