Ammoniak-Grenzwerte werden überprüft

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Die verschärfte Rechtssprechung des Bundesgerichts zum Ermessen der «Bodenabhängigkeit» ist nicht des Mastbauern grösste Sorge: «Das noch grössere Problem bleibt die Einhaltung der Ammoniakwerte», sagt Ivo Wolfisberg vom Luzerner Bauernverband.

Wer nämlich seinen Betrieb um- oder ausbauen will, muss heute gleichzeitig die Ammoniak-Emissionen um mindestens 20 Prozent reduzieren. «Das ist kaum möglich, wenn gleichzeitig mehr Platz und nach Möglichkeit mehr Ausbaufläche für Tiere geschaffen werden soll», gibt Wolfisberg zu bedenken.

Kleine Betriebe sind im Nachteil

Die Vorgaben sind nach Ansicht des Bauernverbandes zu streng. «Zudem werden Betriebe, die keine intensive Landwirtschaft betreiben, bestraft.» Denn während Grossbetriebe, die per se viel Ammoniak in die Luft auslassen einsparen können, ist das für kleinflächige, bionahe Betriebe schwieriger, so Wolfisberg. Es sei auch mit neuen Technologien, wie Filtern nicht möglich, die Werte drastisch zu senken. «Weil diese Massnahmen entweder zu wenig effektiv oder schlicht zu teuer sind.»

Beim Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement heisst es, der Massnahmenteilplan Ammoniak werde zurzeit überprüft. Eine Projektgruppe, in der auch die Branche vertreten sei, evaluiere derzeit, welche Massnahmen zweckmässig sind und werde einen Vorschlag zu deren Umsetzung ausarbeiten. (uus)