AMMONIAK: Schleppschlauch-Güller sollen belohnt werden

Im Kanton Luzern sollen die Ammoniakemissionen der Landwirtschaft um rund 15 Prozent reduziert werden. Bauern sollen für das Ausbringen von Glülle mit Schleppschlauch sowie für einen reduzierten Stickstoffeinsatz entschädigt werden.

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Ein Schleppschlauchverteiler der Firma Stückli in Buttisholz im Einsatz. (Bild pd)

Ein Schleppschlauchverteiler der Firma Stückli in Buttisholz im Einsatz. (Bild pd)

Im schweizerischen Vergleich sind die Ammoniakemissionen der Luzerner Landwirtschaft überdurchschnittlich hoch. Mit dem "Ressourcenprojekt Stickstoff" will der Kanton Gegensteuer geben, wie einer Medienmitteilung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) vom Dienstag zu entnehmen ist.

100 Franken pro Hektare und Jahr
Gefördert werden soll einerseits das Ausbringen der Gülle mit Schleppschlauch. Dadurch entstehen weniger Stickstoffverluste und die Geruchsemissionen werden stark reduziert. Bauern erhalten pro Jahr und Hektare maximal 100 Franken, wenn sie einen Schleppschlauch verwenden.

Anderseits will man die Effizienz des Stickstoffeinsatzes steigern. Jedes eingesparte Kilo Stickstoff wird mit acht Franken entschädigt. Man erwartet, dass damit weniger Mineraldünger eingesetzt wird. Bei steigenden Energiepreisen wird damit Hofdünger gegenüber Mineraldünger wieder attraktiver.

Kostenpunkt 26 Millionen Franken
Das Förderprogramm ist auf sechs Jahre beschränkt. Die Kosten werden auf 26 Millionen Franken geschätzt. Daran bezahlt der Bund 80 Prozent. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bund das Programm noch genehmigt.

Wie es in der Mitteilung heisst, muss die erreichte Wirkung nach sechs Jahren entschädigungslos aufrechterhalten werden. Man erwartet, dass Landwirte, die sich mit dem Schleppschlauch vertraut gemacht haben, ihn weiter benutzen. Auch beim reduzierten Stickstoffeinsatz rechnet man mit einem Gewöhnungseffekt.

sda