«AMOK»: Geldstrafen für rechtsradikale Musikband

Schweizer Rechtsextreme werden immer brutaler. In einem Lied drohte die Gruppe «Amok», einen Journalisten umzubringen. Jetzt sind die Bandmitglieder bestraft worden.

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Neonazis vor dem Bundeshaus: Ausschnitt des Covers der Amok-CD ““Verbotene Wahrheit“”. (Bild pd)

Neonazis vor dem Bundeshaus: Ausschnitt des Covers der Amok-CD ““Verbotene Wahrheit“”. (Bild pd)

Das Amtsstatthalteramt Luzern hat die Mitglieder der Band «Amok» wegen Drohung, öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen/Gewalttätigkeit und Rassendiskriminierung mit unbedingten Geldstrafen von 120 bis 125 Tagessätzen bestraft, was je nach Einkommen zwischen 1200 - 10'800 Franken ausmacht. Zwei Personen wurden zudem der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen. Wie die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden weiter mitteilen, haben die vier Bandmitglieder die Verfahrenskosten zu bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig.

Polizei enttarnte Band
Die Neonaziband «Amok» hatte im Jahr 2007 eine Lied veröffentlicht, in dessen Songtext der Luzerner Politiker und Journalist Hans Stutz mit dem Tod bedroht wird. Zudem verstossen mehrere Songtexte der CD gegen die Antirassismus-Strafnorm.

Die vier Schweizer Bandmitglieder sind zwischen 22 und 29 Jahren alt und waren Ende 2007 als Schlagzeuger, Sänger, Gitarrist und Bassist Mitglieder der Musikband «Amok».

rem