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An diesen Luzerner Fasnachtsbällen geht's schwungvoll durch die Nacht

Für die maskierten Fasnächtler und Musigen gibt es keine Pause: Am Rüüdig Samschtig werden alle aufgeboten, um zu intrigieren, den Schnitzelbänken zu horchen und sich fasnächtlich in Szene zu setzen.
Sandra Monika Ziegler
Vom ZDF-Traumschiff direkt an den Maskenball – Impression vom Tattüü. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern 10. Februar 2018)

Vom ZDF-Traumschiff direkt an den Maskenball – Impression vom Tattüü. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern 10. Februar 2018)

Das Maskentreiben kennt an der Fasnacht keine freien Tage. So findet beispielsweise am Samstag bereits zum 6. Mal in der Stadt Luzern das Tattüü statt. Mit Kleinformationen, Komödianten, Schnitzelbänken und Einzelmasken wird im Hotel Continental Park an der Murbacherstrasse dem fasnächtlichen Treiben die Krone aufgesetzt.

Da gibt es keine Tabus. Es werden auch diesen Samstag Politik, Sport und der ganz normale Alltag auf die Schippe genommen. Und natürlich intrigiert. Darum aufgepasst, wenn sie eine maskierte Dame oder ein aufgeplusterter Herr aufdringlich umgarnt. Man weiss nie, wer sich hinter der Maske versteckt.

Mit dem Tattüü will Organisator und Moderator Kurt Erne der Fasnacht einen gemütlichen Abend mit Speis und Trank, mit Intrigieren, Masken und viel Musik bescheren. Das Motto lautet: «Lozärner Fasnacht of de Bühni». Dies als Kontrast-Programm zur Strassenfasnacht. Denn so Erne:

«Die vielen Guuggenmusigen, die laute Technomusik und die Kafi-Schnaps-Bars degradieren das ursprüngliche Fasnachtstreiben zur lärmigen Party.»

Und bei soviel Lärm sei ein normales Gespräch oder eben das Intrigieren gar nicht mehr möglich. Deshalb habe man sich die Fasnacht in den Saal geholt, so Erne weiter.

Zwar wird im Hotel Continental Park auch mit der grossen Kelle angerührt, doch im Vordergrund stehen die Masken und ihre Träger. Mit der wieder eingeführten Maskenprämierung soll ein vergessenes Brauchtum zu neuem Leben erwachen. Es werden Einzelmasken und Maskengruppen prämiert. Die Jury ist beim Tattüü das Publikum. Jeder Gast bekommt einen Zettel und die Masken werden nummeriert.

Bewertet wird mit einem bis fünf Punkten. Und dann, um 23 Uhr, werden die Sieger bekanntgegeben. Als Gewinn für die kreative Arbeit winkt ein Reise- oder Einkaufsgutschein.

Ein Blick zurück aufs Publikum der letzten Tattüüs zeigt jedoch, dass nicht nur Vollmasken, sondern auch Unmaskierte sich durch die Nacht schäkern und intrigieren. Der Ball im Saal ist ein Bedürfnis, denn ab einer gewissen Altersklasse, das kann durchaus bereits mit 40 Jahren sein, schätze man die Gemütlichkeit und das gesellige Beisammensein. Dass der Anlass beliebt ist, zeigen die letztjährigen Ticketverkäufe. Angefangen hat der bekennende Fasnächtler, weil es für ihn eine Herzenssache sei. Wie schrieb einst unser Bischof vom Maihof:

«Der etwas andere Fasnachtsanlass für das etwas reifere Publikum überzeugte mit viel Charme und Witz.»

Der Rüüdig Samschtig ist der letzte Termin, um an einem Ball oder Fäscht das fasnächtliche Tanzbein zu schwingen. Hier einige Orte mit Bewegungsmöglichkeiten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Starten wir Unter der Egg beim Fidelitas-Fasnachtsfäscht. Hier wird bereits um 13.30 Uhr gestartet.

Im Hotel Schweizerhof geht es dann in die Knochen mit der Vikinger Powernight, sie dauert von 19 Uhr bis um 5 Uhr in der Früh. Und wer zum Tanz noch eine Mehlsuppe verköstigen will, der ist bei den Pilatusgeistern im Restaurant Stadtkeller gut aufgehoben. «Himmel und Hölle» erlebt der, der sich das Restaurant Lapin besucht.

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