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Analyse zeigt: So soll im krisengeplagten Wikon wieder Ruhe einkehren

Mangelhafte Führungsverantwortung, fehlendes Know-how auf der Bauverwaltung: Eine Organisationsanalyse zeigt, wo es in Wikon harzt. Um Ruhe in die Verwaltung und die Behörde zu bringen, soll nun auch das Gemeinderatsmodell hinterfragt werden.
Evelyne Fischer
Blick aufs Gemeindehaus und das Dorf von Wikon. (Bild: Dominik Wunderli, 15. November 2018)

Blick aufs Gemeindehaus und das Dorf von Wikon. (Bild: Dominik Wunderli, 15. November 2018)

«Das Ziel ist ambitiös: Im ­September 2020 wollen wir mit einer funktionierenden Verwaltung und einem miliztauglichen Gemeinderatsmodell in die neue Legislatur starten.» Die Worte der seit 1. Mai als Gemeindepräsidentin agierenden Michaela Tschuor (CVP) lassen es erahnen: Wikon stehen anstrengende Wochen bevor. Dass es viele Brände zu löschen gilt, zeigten die am Mittwoch präsentierten Ergebnisse der Organisationsanalyse.

Wir erinnern uns: Nach Abgängen auf der Verwaltung und im Gemeinderat hatte Wikon entschieden, eine solche Analyse bei der Beratungsgesellschaft BDO in Auftrag zu geben (Artikel vom 28. November 2018).

BDO bilanziert: Wikon zeichnet «negatives bis sehr negatives Gesamtbild»

Ein Wermutstropfen vorab: Nur rund 20 Bürger wollten erfahren, welche 45 Massnahmen die BDO vorschlägt. Patrick Deicher von BDO, der einige Massnahmen vorstellte, nahm kein Blatt vor den Mund: Als die Analyse Mitte März vorlag, habe diese ein «negatives bis sehr negatives ­Gesamtbild» gezeichnet. «Die Gemeinde steckte in einer Krise.»

Zwischenmenschliche Probleme hatten vorhandene strukturelle Defizite verstärkt. Dieser «Dramatik» seien sich nicht alle Gemeinderäte und Kommissionspräsidien bewusst gewesen. Und:

«Der Wille zur Lösung der Situation war nur bei einzelnen Ratsmitgliedern spürbar.»

Dadurch seien Einzelne in der Behörde und auf der Verwaltung überdurchschnittlich belastet worden. Deicher machte klar: «Die Wahrnehmung der Führungsverantwortung durch den Gemeinderat war bis Januar mangelhaft.»

Bauverwaltung soll regionalisiert werden

Die Analyse habe den Gemeinderat «erschlagen», sagte Tschuor im Anschluss. Den Empfehlungen der BDO folgend, habe man inzwischen ein Krisenmanagement eingeführt.

«Oberstes Ziel ist es derzeit, die Geschäftsfähigkeit aufrechtzuerhalten.»

Dies sei zurzeit nur mit externer Hilfe möglich. Als eine der Massnahmen wurde mit dem regionalen Steueramt Sursee eine unbefristete Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Dringend benötigt werde nun Know-how auf der Bauverwaltung. Ende Juni soll an einer Klausur ein Grundsatzentscheid zur Regionalisierung der Bauverwaltung fallen und auch das Gemeinderatsmodell hinterfragt werden.

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