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Sport Aerobic: Anastasia springt neuen Horizonten entgegen

Im Gegensatz etwa zu Belgien oder Frankreich ist Sport Aerobic in der Schweiz noch ziemlich unbekannt. Trotzdem hat sich Anastasia Dittli für diese Disziplin entschieden und will dabei ganz an die Spitze vorstossen.
Thomas Heer
Will hoch hinaus: Anastasia Dittli. (Bild: Dominik Wunderli (St. Erhard, 18. April 2019))

Will hoch hinaus: Anastasia Dittli. (Bild: Dominik Wunderli (St. Erhard, 18. April 2019))

Zu einem unübersichtlichen Knäuel verwoben und geschätzte ein Kilo schwer, stapeln sich die Medaillen in einer roten Schuhschachtel der Marke Nike. Die überwiegend in goldener Farbe gehaltenen Auszeichnungen sind das Destillat dessen, worum sich die Welt von Anastasia Dittli seit acht Jahren dreht. Wille und Disziplin sowie Freude an einer Sportart, die hierzulande bislang nur die wenigsten kennen – Sport Aerobic. In diesem Fach macht der 14-Jährigen aus Knutwil auf ihrer Altersstufe schweizweit so schnell keine etwas nach. Unterstrichen hat sie diesen Status zum wiederholten Mal auch wieder am ersten Wochenende dieses Monates, als sie im Einzelwettbewerb zur Landesmeisterin avancierte.

Der Anlass in Wollerau war als Aerobic Swiss Open ausgeschrieben. Das heisst, auch Athletinnen aus dem Ausland wie Tschechien, Belgien, Frankreich oder Deutschland stellten sich dem Kampfgericht. In diesem Wettbewerb reichte es Anastasia Dittli zum zweiten Rang. Aufgrund dieses Erfolges formuliert sie im Hinblick auf die Europameisterschaften von Ende Mai in Krakau ihre Zielsetzung:

«Ich will einen Platz auf dem Podest.»

Wichtigste Voraussetzung, damit die Luzernerin ihre Ambition dann auch wirklich umsetzen kann, liegt in einem möglichst zügigen Heilungsverlauf in Bezug auf ihre Adduktorenverletzung. Denn dieses Handicap hindert die Athletin derzeit daran, das volle Trainingsprogramm zu absolvieren. Anastasia Dittli investiert normalerweise 15 bis 20 Stunden pro Woche in ihr anspruchsvolles Hobby, eine Mischung aus Akrobatik und Gymnastik. Dies setzt hohe Fähigkeiten hinsichtlich Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit voraus. Für die Übungseinheiten begibt sich die Athletin abwechslungsweise zum Sport Aerobic Club nach Wollerau oder dann ins Zürcher Kampfsportcenter David Gym. Trainiert wird Anastasia von Nathalie Schäfer. Die Ambitionen der Sportlerin aus Knutwil wirken sich auch nachhaltig auf das Familienleben der Dittlis aus. Denn sowohl Vater Oleg als auch Mutter Veronika chauffieren ihre Tochter zu den Trainings, den Wettkämpfen oder in die Schule.

Schule bietet ideale Voraussetzungen für Spitzensport

Anastasia besucht die zweite Sekundarklasse an der Sportschule Kriens, wo neben ihr zahlreiche begabte junge und ebenfalls erfolgreiche Athletinnen und Athletin aus den verschiedensten Sportarten unterrichtet werden und von den top Rahmenbedingungen dieser Bildungsstätte profitieren. Nächstes Schuljahr will Dittli ans Sportgymnasium am Alpenquai wechseln. Danach möchte sie Jura studieren.

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