Jetzt ist es definitiv: CVP-Politikerin Andrea Gmür ist neue Luzerner Ständerätin

Bis zum Eingabeschluss am Donnerstagmittag haben sich ausser CVP-Kandidatin Andrea Gmür keine weiteren Personen gemeldet. Damit ist die 55-jährige Stadtluzerner Politikerin in stiller Wahl Ständerätin geworden.

Lukas Nussbaumer
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Die neue Luzerner Ständerätin Andrea Gmür (CVP, 55) ist Stadtluzernerin. (Bild: Pius Amrein, 23. Oktober 2019)

Die neue Luzerner Ständerätin Andrea Gmür (CVP, 55) ist Stadtluzernerin. (Bild: Pius Amrein, 23. Oktober 2019)

Donnerstag, 24. Oktober, 12 Uhr. Dieses Datum wird sich Andrea Gmür wohl für immer merken können. Denn zu diesem Zeitpunkt ist klar: Die 55-jährige Stadtluzerner CVP-Politikerin wird neue Ständerätin des Kantons Luzern und damit Nachfolger ihres Parteikollegen Konrad Graber, der das Stöckli nach zwölfjähriger Zugehörigkeit verlässt.

Andrea Gmür ist in stiller Wahl gewählt, weil sich sämtliche Kandidaten, die im ersten Wahlgang vom 20. Oktober weit weniger Stimmen geholt haben als sie, zurückgezogen haben: SVP-Nationalrat Franz Grüter, die Grüne Monique Frey, SP-Anwärter David Roth, GLP-Frau Michèle Graber und der parteilose Florian Studer.

Der bisherige FDP-Ständerat Damian Müller hat die Wahl bereits im ersten Wahlgang geschafft.

Kanton Luzern: Ständeratswahlen 20. Oktober 2019

Endresultat von 14.50 Uhr, 83 von 83 Gemeinden
*
bisher im Amt.
gewählt
Damian Müller
Damian Müller
*
FDP
65 784
Andrea Gmür
Andrea Gmür
CVP
54 861
Verfügbare Sitze: 2
Franz Grüter
Franz Grüter
SVP
38 358
Monique Frey
Monique Frey
Grüne
30 322
David Roth
David Roth
SP
29 668
Michèle Graber
Michèle Graber
Grünliberale
9 334
Florian Studer
Florian Studer
parteilos
4 553
Absolutes Mehr
65 476 Stimmen

2015 gab es einen zweiten Wahlgang

Letztmals ist es im Kanton Luzern im Jahr 2011 zu stillen Wahlen gekommen. Damals zogen sich sämtliche Gegner des Bisherigen Konrad Graber (CVP) und von FDP-Vertreter Georges Theiler nach ernüchternden Ergebnissen im ersten Wahlgang zurück. Vor vier Jahren, im 2015, mussten Konrad Graber und Damian Müller in einen zweiten Wahlgang, schafften die Hürde aber locker.

Die beiden Luzerner Ständeratssitze sind seit der Gründung des Bundesstaats 1848 in den Händen von CVP und FDP.