Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Reizvolles und einflussreiches Mandat»: Andrea Gmür will Luzerner Ständerätin werden

Die Stadtluzerner CVP-Nationalrätin Andrea Gmür sagt definitiv Nein zu einer Bundesratskandidatur. Stattdessen kandidiert sie als Nachfolgerin des zurücktretenden Ständerats Konrad Graber – und setzt damit ihre Parteikollegen unter Druck.
Alexander von Däniken
Andrea Gmür, Präsidentin der CVP Stadt Luzern und Nationalrätin. (Bild: Manuela Jans-Koch)

Andrea Gmür, Präsidentin der CVP Stadt Luzern und Nationalrätin. (Bild: Manuela Jans-Koch)

Sie will es wissen: Die Stadtluzerner CVP-Nationalrätin Andrea Gmür will bei den kommenden Wahlen für den freiwerdenden Ständeratssitz des zurücktretenden Parteikollegen Konrad Graber kandidieren. Die Parteileitung der städtischen CVP, die Gmür präsidiert, schlägt die 54-Jährige als Ständeratskandidatin vor. Zuerst entscheiden die Mitglieder der CVP Stadt Luzern an deren Parteiversammlung der CVP Stadt Luzern vom 7. November über Gmürs Kandidatur. Am 29. Januar 2019 folgt die kantonale Delegiertenversammlung. Die eidgenössischen Wahlen finden am 20. Oktober statt.

Andrea Gmür ist seit 2015 Nationalrätin, zuvor politisierte sie während acht Jahren im Kantonsparlament. Seit 2014 ist die verheiratete Mutter von vier Kindern Präsidentin der CVP Stadt Luzern. Gmür war auch als mögliche Bundesratskandidatin und Nachfolgerin von Doris Leuthard gehandelt worden. Mittlerweile hat sich die Ausgangslage etwas geändert: Für die Nachfolge des ebenfalls zurücktretenden FDP-Bundesrats Johann Schneider-Ammann hat sich mit der Ostschweizerin Karin Keller-Sutter bereits eine Frau ins Rennen geschickt. Mit der kürzlich erfolgten Bekanntgabe Keller-Sutters hat Gmürs Entscheid aber nichts zu tun, wie die CVP-Politikerin sagt: «Ich freue mich über die Kandidatur von Frau Keller-Sutter. Es wird sicher auch Kandidatinnen seitens CVP geben. Aber für mich persönlich sehe ich mein Wirkungsfeld weiterhin im Parlament, nicht in der Exekutive.»

Absicherung gegen drohendem Sitzverlust?

Am Sitz im Ständerat reize Gmür die Aufgabe, den Stand Luzern vertreten zu können. Ist die Kandidatur nicht auch eine zusätzliche, persönliche Absicherung? Immerhin verliert Luzern einen Nationalratssitz (von 10 auf 9) und mathematisch muss die CVP am meisten zittern. Gmür verneint, begründet die Ständeratskandidatur mit einem «reizvollen und einflussreichen Mandat», das sie gerne ausüben würde. Wie die CVP mit den Nominationen umgehen wird, würden die kantonale Parteileitung und die Delegierten entscheiden.

Das betrifft auch die Frage, ob die Partei den Ständeratssitz mit einem Einer- oder Zweierticket verteidigen will. Andrea Gmür geht davon aus, dass die CVP eine Person nominieren wird, «weil wohl auch andere Parteien versuchen werden, den Sitz zu erobern.» Taktisch mache es keinen Sinn, die CVP-Stimmen zu verzetteln. Das bestätigt auch Präsident Christian Ineichen. Seitens Parteileitung werde man ein Einerticket forcieren, entscheiden würden aber die Delegierten.

So oder so: Wegen des Sitzverlusts im Nationalrat und der Ständeratskandidatur dürfte Gmür ihre Luzerner CVP-Nationalratskollegen Ida Glanzmann und Leo Müller unter Druck setzen. Vor allem, wenn sie für beide Mandate kandidieren und bei der Ständeratswahl scheitern sollte. Christian Ineichen will das weder bestätigen noch dementieren. Die Strategie werde nach der Ständeratskandidatur festgelegt. Ida Glanzmann sagt: «Wir sind ein Team und werden gemeinsam die drei Sitze verteidigen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.