ANDREAS MICHEL: Die SVP schickt einen Parteilosen ins Rennen

Nach dem plötzlichen Tod von Peter Mühlemann sah sich die SVP Ebikon gezwungen, einen Nachfolger für das Ressort Soziales aufzustellen. Doch das war alles andere als einfach.

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Andreas Michel. (Bild pd)

Andreas Michel. (Bild pd)

Die SVP hatte innerhalb der Partei eine Findungskommission ins Leben gerufen, um dem Vorstand und der Nominationsversammlung einen Kandidaten vorzuschlagen. Die Suche sei zusätzlich durch die beschlossene Pensenreduktion von 90% auf 60% erschwert worden, wie die Partei mitteilt. Gemäss Parteipräsident Markus Schumacher stünden in einer solchen Situation nicht die Parteiinteressen, sondern die Qualifikation des möglichen Nachfolgers im Vordergrund. Deshalb stellt die SVP keinen eigenen Kandidaten und nominiert stattdessen an ihrer Versammlung den parteilosen Andreas Michel. «Andreas Michel steht uns mit seinem bürgerlichen Denken sehr nahe», kommentiert Schumacher den Entscheid.

Ein politischer Newcomer
Andreas Michel ist 40-jährig, verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt seit Geburt in Ebikon. Als gelernter Pflegefachmann stieg er nach einigen Jahren Berufserfahrung im Jahr 2000 in die Abteilungsleitung der Klinik St. Anna Luzern ein. Zwei Jahre später nahm er ein Angebot der Krankenversicherung CSS an und leitet zurzeit die Care-Management-Gruppe Innerschweiz und Tessin. Dank Weiterbildung kann er nebst Wissen im Bereich Anästhesie Diplome als Pflegefachmann (AKP) sowie die Ausbildung zum Kranken- und Sozialversicherungsfachmann vorweisen, wie es weiter heisst.

Die Grünen hatten Ende April bekannt gegeben, dass sie mit der 35-jährigen Christina Reusser ins Rennen steigen. Reusser ist diplomierte Sozialarbeiterin und seit 2007 Kantonsrätin. Laut einer Medienmitteilung engagiert sie sich im sozialpolitischen Bereich. Um den vakanten Gemeinderatssitz in Ebikon wird es damit am 5. Juli wohl zu einer Kampfwahl zwischen den Grünen und der SVP kommen.

scd/sb