Angriff aufs Langzeitgymnasium

Willisauer Lehrer wollen im Kanton Luzern das Langzeitgymi abschaffen. Sie stossen auf Widerstand.

Drucken
Teilen
Die Kanti Alpenquai in Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Die Kanti Alpenquai in Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Das Kurzzeit- und das Langzeitgymnasium seien eine «Doppelspurigkeit» – das sagen die Primar- und Seklehrer aus Willisau. In einem offenen Brief an Bildungsdirektor Reto Wyss fordern sie diesen auf, das Langzeitgymnasium abzuschaffen. Damit würde der Weg zur Matura über zwei Jahre Sek und vier Jahre Kurzzeitgymnasium führen.

Auch beim Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband ist die Abschaffung des Langzeitgymnasiums ein «latentes Thema», wie Präsidentin Annamarie Bürkli sagt.

Variante wurde schon geprüft

Die Abschaffung des Langzeitgymnasiums ist im Kanton Luzern bereits 1998 und 2004 thematisiert worden. 2004 hat die damalige Regierung die Abschaffung prüfen lassen. Eine entsprechende Studie kam zum Schluss, dass eine Abschaffung des Langzeitgymnasiums sowohl aus pädagogischen wie aus finanziellen Gründen wenig Sinn machen würde. Daran hält Bildungsdirektor Reto Wyss auch heute noch fest: «Der Kanton Luzern hat viel getan, sich als Wohn- und Arbeitsort zu positionieren. Dazu gehört auch als Standortvorteil das Langzeitgymnasium.»

Die Diskussion um die Gymnasien ist im Zuge der Sparmassnahmen des Kantons ins Rollen gekommen: Die Regierung schlägt vor, dass der Übertritt ins vierjährige Kurzzeitgymnasium nur noch ab der 2. und nicht mehr auch ab der 3. Sek möglich sein soll. Vor allem Seklehrer fürchten, dass als Folge viele Schüler von der Primarschule direkt ins Langzeitgymnasium gehen würden, womit das Kurzzeitgymnasium geschwächt würde. Die Kantonsratsfraktionen äussern sich ablehnend zum Vorschlag der Regierung.

lm/nus

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.