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Kommentar

Angriffige Emmer CVP wird belohnt

Nach dem überraschenden Ausgang der Ersatzwahl in den Emmer Gemeinderat: Roman Hodel, Redaktor Stadt/Region zu den möglichen Gründen – und zur Konkordanz, die damit gebrochen wurde.
Roman Hodel

Es ist eine ziemliche Klatsche für SVP-Nationalrat Felix Müri. Auch wenn das Resultat knapp ausfällt. Er hatte im ersten Wahlgang immerhin am meisten Stimmen erzielt, ist politisch erfahren, beliebt, bis nach Bern bestens vernetzt. Und dann dies.

Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass ihm manche Emmer die Sache mit dem Doppelmandat übel genommen haben. Lange sah es so aus, als wolle er bei einer Wahl in den Gemeinderat weiterhin Nationalrat bleiben. Würde er sich wirklich von ganzem Herzen für Emmen einsetzen können? Erst spät bezog Müri Position. Zudem dürften gewisse Wähler enttäuscht darüber sein, dass SVP-Finanzdirektor Urs Dickerhof quasi das sinkende Schiff verliess – und gaben daher ihre Stimme nicht der SVP.

All jenen, die den fehlenden Sinn für die Konkordanz beklagen, sei gesagt: Mit der Wahl von Brahim Aakti ist sie zumindest aus linker Sicht weiterhin gegeben. Abgesehen davon ist es nicht verboten, Kandidaten zu portieren. Wie sich nun zeigt, lohnt es sich, auch mal frech zu sein und anzugreifen. Die CVP hatte mit Patrick Schnellmann von Anfang an einen guten Riecher. Das Wichtigste ist, dass der Emmer Gemeinderat nun nach turbulenten Monaten mit zwei motivierten und frischen Mitgliedern in Vollbesetzung ans Werk gehen kann. Denn Arbeit gibt es mehr als genug.

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