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Kommentar

Anhalte-Gebühr am Schwanenplatz: Zuerst die Lösung, dann die Gebühr

Was ist von der Absicht des Luzerner Stadtrats zu halten, Anhalte-Gebühren für Cars zu verlangen? Zuerst braucht es vertiefte Abklärungen.
Hugo Bischof
Hugo Bischof

Hugo Bischof

120 Franken für ein einmaliges Kurz-Anhalten am Schwanenplatz: Das ist zu viel. Und vor allem: Die Forderung kommt zu früh, vor Vorliegen des überarbeiteten Tourismuskonzepts. Fahren die Linken eine simple Abschreckungsstrategie – im Sinn von «Cars raus aus dem Zentrum»?

Was erreicht man mit einer Anhaltegebühr für Cars? Werden dadurch weniger Touristen Luzern ansteuern? Werden Carchauffeure ihre Gäste einfach vermehrt «wild», irgendwo nahe des Stadtzentrums, ausladen? Dient die Gebühr zur Entgeltung der am Schwanenplatz ansässigen Geschäfte, die pro Jahr 300'000 Franken für den Verkehrsdienst am Schwanenplatz zahlen? Oder wird sie einem anderen Zweck dienen? Diese Fragen gilt es vor der Einführung abzuklären.

Klar ist auch: Bevor Car-Unternehmen zusätzlich finanziell belastet werden dürfen, muss ihnen ein vernünftiges dezentrales Parkierungsangebot zur Verfügung gestellt werden. Bei der Ersatzlösung etwa für das demnächst wegfallende Inseli-Parking tut sich die Stadt noch immer sehr schwer.

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