Animation Academy zum zweiten Mal in Luzern

Zum zweiten Mal organisiert die Hochschule Luzern die Lucerne International Animation Academy (LIAA). Im Zentrum stehen die Produktionsbedingungen im Schweizer Animationsfilm und ihre Auswirkungen auf technische und ästhetische Entwicklung.

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Organisator des Anlasses ist die Hochschule für Luzern. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Organisator des Anlasses ist die Hochschule für Luzern. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Der dreitägige Anlass wurde am Mittwochabend mit einem Vortrag von Professor Martin Loiperdinger von der Universität Trier eröffnet. Er sprach über den Animationsfilmpionier Julius Pinschewer, der zunächst das deutsche und nach seiner Emigration 1933 in die Schweiz auch das hiesige Werbe- und Trickfilmschaffen wesentlich prägte. Anschliessend wurde ein Film über den Anfang der Kinowerbung gezeigt.

Die LIAA befasst sich laut Medienmitteilung in diesem Jahr mit den drei Hochphasen, die der animierte Auftragsfilm seit seiner Entstehung in der Schweiz erlebte: Die erste in den 1920-er und 1930er Jahren, als die Kinowerbung Aufträge generierte; die zweite ab 1965 mit der Einführung der Fernsehwerbung; die dritte schliesslich ab 1995 mit den neuen Medien und der Digitalisierung.

Auslöser für jeden dieser Booms war ein neuer Markt, eine neue Technologie oder beides, so Fred Truniger, Co-Leiter der LIAA. An der Tagung gehe man der Frage nach, wie flexibel der Animationsfilm im Vergleich zu anderen Filmgattungen ist und welche Märkte ihn in Zukunft beeinflussen.

Tagsüber finden Arbeitstagungen für Fachpersonen statt. Am Abend gibt es jeweils ein Programm für die Öffentlichkeit. Gezeigt werden unter anderem Raritäten des Animationsfilms.

sda/ks