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ANLAUFSTELLE: Neues Angebot fürs Alter in der Stadt Luzern

Seit Anfang Januar ist die Anlaufstelle für Altersfragen geöffnet. Damit setzt der Stadtrat einen weiteren Schwerpunkt seiner Alterspolitik um. Die ersten Reaktionen sind positiv.
Sandra Monika Ziegler
Die Leiterin Anlaufstelle Alter in der Stadt Luzern, Evelyne Schrag (rechts), mit ihren Mitarbeiterinnen Karin Kunz (links) und Tina Sidler. (Bild: PD)

Die Leiterin Anlaufstelle Alter in der Stadt Luzern, Evelyne Schrag (rechts), mit ihren Mitarbeiterinnen Karin Kunz (links) und Tina Sidler. (Bild: PD)

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Die Stadt Luzern gibt pro Jahr 65 Millionen Franken für den Alters- und Pflegebereich aus. Mit der neuen Anlaufstelle für Altersfragen soll vermehrt präventiv gearbeitet und damit Kosten bei Betroffenen wie auch bei der öffentlichen Hand gespart werden.

Mit Flyer plus einfachem Fragebogen wurde bereits Ende Dezember ein Teil der Stadtluzerner Senioren angeschrieben und so auf das neue Angebot aufmerksam gemacht. Ein zweiter Postversand folgt Ende Januar. Der Fragebogen mit neun Fragen zur Selbsteinschätzung dient als Grundlage für das Erstgespräch. Darin wird etwa gefragt, ob man seinen Gesundheitszustand als gut bezeichnet, ob man bei Schmerzen wisse, wie damit umzugehen ist, oder auch wie viele soziale Kontakte aktuell noch gepflegt werden. Werden mehrere Fragen mit «eher nicht» oder «nein» angekreuzt, so könnte eine persönliche Beratung hilfreich sein, ist im ersten Postversand zu lesen.

Menschen sollen möglichst lang zu Hause leben

Das Angebot kann kostenlos telefonisch, per Mail oder direkt an der Obergrundstrasse 1 im Gebäude der Einwohnerdienste benutzt werden. Auch besteht die Möglichkeit, telefonisch einen Termin für einen Hausbesuch abzumachen.

Luzerns Sozialdirektor Martin Merki (FDP): «Unser Ziel ist es, älteren Menschen dabei zu helfen, so lange wie möglich selbstständig in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Das erhöht die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl.» Laut Merki lebt von den über 90-jährigen Stadtbewohnern rund die Hälfte zu Hause – meist in einem Einpersonenhaushalt, das sei erfreulich. Bis 2045 werde sich die Anzahl der über 85-Jährigen verdoppeln. Und aktuell lebten in der Stadt rund 17 000 Personen, die 65 Jahre und älter seien. «Mit dieser Anlaufstelle ist eine grundlegende Lücke in der Altersbetreuung geschlossen», so Merki. Paolo Hendry, Leiter Dienstabteilung Alter und Gesundheit: «Damit haben wir eine unkomplizierte, kostenlose Ergänzung zu bestehenden Angeboten, und diese gilt es gezielt zu vermitteln. Längere Beratungssequenzen sind nicht vorgesehen.» Das Angebot sei keine Konkurrenz zu bestehenden Organisationen wie Spitex oder Pro Senectute.

Die Stelle umfasst maximal 200 Stellenprozent und kostet jährlich 210 000 Franken. Merki betont: «Diese Investition lohnt sich, denn damit können Kosten gespart werden.» Bereits letzten Sommer kommunizierte die Stadt: Wenn 23 Personen ihren Heimeintritt um ein Jahr hinauszögern, werden damit rund 100 000 Franken bei Ergänzungsleistungen eingespart.

Evelyne Schrag leitet die Stelle seit dem 3. Januar. Ihr zur Seite stehen Tina Sidler und Karin Kunz. Die drei Frauen erteilen umfassende Information für Betagte und ihre Angehörige sowie an generell Interessierte wie Nachbarn oder Freunde betagter Personen. Damit wird das Angebot bewusst niederschwellig gehalten. Schrag ist erfreut über den gelungenen Start: «Erste persönliche Gespräche konnten wir bereits führen. Und auch schon erste Hilfeleistungen anbieten. Das Interesse besteht.»

So konnten sie bei einem älteren Ehepaar, bei dem die Frau der pflegende Teil war, eine Entlastung organisieren. Oder bei einer Frau, die sich zunehmend einsam fühlte, für regelmässigen Besuch sorgen. Bisher hätten sie nur positive Rückmeldungen bekommen. Schrag: «Viele ältere Menschen wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt, um sich das Leben zu vereinfachen.»

Hinweis

Kontakt und Informationen unter: anlaufstelle-alter.stadtluzern.ch oder telefonisch 041 208 77 77.

Paolo Hendry (Leiter Abteilung Alter und Gesundheit), Karin Kunz (Mitarbeiterin Anlaufstelle Alter), Tina Sidler (Mitarbeiterin Anlaufstelle Alter), Evelyne Schrag (Leitung Anlaufstelle Alter) und Stadtrat Martin Merki (Sozial- und Sicherheitsdirektor). (Bild: PD)

Paolo Hendry (Leiter Abteilung Alter und Gesundheit), Karin Kunz (Mitarbeiterin Anlaufstelle Alter), Tina Sidler (Mitarbeiterin Anlaufstelle Alter), Evelyne Schrag (Leitung Anlaufstelle Alter) und Stadtrat Martin Merki (Sozial- und Sicherheitsdirektor). (Bild: PD)

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