Anlege-Streit um Jacht «Saphir»

Die neue SGV-Jacht «Saphir» legt oft am Schweizerhofquai an. Zu gefährlich, meint ein anderer Schiffbetreiber – ein Fall fürs Bundesverwaltungsgericht.

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Das Streitobjekt: die seit Mai kursierende Jacht «Saphir» der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee im Luzerner Seebecken. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das Streitobjekt: die seit Mai kursierende Jacht «Saphir» der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee im Luzerner Seebecken. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

«Saphir», die neuste Panoramajacht der Schiffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) fährt nicht nur die Landungsstege beim Luzerner Bahnhof an, sondern auch die Station «Schweizerhof» auf der gegenüberliegenden Seeseite – mit entsprechender Bewilligung des zuständigen Bundesamts für Verkehr.

Dagegen hat nun die St. Niklausen Schiffgesellschaft (SNG) beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen Beschwerde eingereicht. SNG-Geschäftsführer René Untersee sieht durch die zusätzlichen Schiffsbewegungen ein «sehr grosses Gefahrenpotenzial» für die Pedalofahrer.

Die Schiffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) beruft sich einerseits aufs Gewohnheitsrecht, andererseits ist die Station auch Eigentum der SGV, weshalb sie die Anlegestelle auch nutzen will.

Beim Bundesverwaltungsgericht rechnet man mit einem Entscheid bis im nächsten Frühjahr. Die Beschwerde der SNG hat keine aufschiebende Wirkung. Die Jacht kann also bis zum richterlichen Entscheid weiterhin am Schweizerhofquai anlegen.

Robert Knobel/Jérôme Martinu

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