ANNA UND ANTON HÄFLIGER: Sie sind seit 70 Jahren glücklich verheiratet

Es ist ein ganz besonderer Hochzeitstag: Anna und Anton Häfliger aus Grossdietwil feiern ein Jubiläum, das die wenigsten je erreichen.

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Tauschen noch immer Zärtlichkeiten aus: Anna und Toni Häfliger aus St. Urban. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Tauschen noch immer Zärtlichkeiten aus: Anna und Toni Häfliger aus St. Urban. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

In Sonntagskleidung sitzen Anna und Anton Häfliger auf der Bank vor dem Altersheim Murhof in St. Urban. Liebevoll legt sie den Arm um seine Schulter. Lächelnd blicken beide in die Kamera. Fast so wie vor 70 Jahren, als sie sich in der Wallfahrtskirche Mariastein das Ja-Wort gegeben haben.

Es funkte beim Tanzen
«Wo wir uns kennen gelernt haben?» Fragend blickt die 89-jährige Anna Häfliger ihren Mann an. Das sei wohl beim Tanzen in Grossdietwil gewesen, vermutet er. Trotz der Erinnerungslücke, was das erste Date betrifft – an die Hochzeit erinnert sich der 92-Jährige bestens. «An jenem Abend ist es sehr spät geworden», erzählt er. «Als wir nach unserer Trauung nach Hause gekommen sind, warteten dort die Nachbarn auf uns», ergänzt Anna Häfliger, «bis in den frühen Morgen sind wir beisammengesessen und haben gefeiert.» Nach der Hochzeit zog das junge Paar auf den Bauernhof von Antons Eltern in Fischbach. «Acht Jahre später konnten wir meinen Elternhof übernehmen, weil mein einziger Bruder ihn nicht wollte», sagt Anna Häfliger.

Zwölf Kinder sind auf dem Hof in Grossdietwil aufgewachsen. Alle hat Anna Häfliger zu Hause mit Hilfe einer Hebamme zur Welt gebracht.

Frauenferien
In den siebzig Jahren ihrer Ehe waren Anton und Anna Häfliger nie lange getrennt. Nicht einmal, als 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach. «Ich musste nicht ins Militär einrücken, weil ich schon in jungen Jahren auf einem Ohr nicht gut hörte», erklärt Anton Häfliger. Doch regelmässig verliess Anna ihren Mann für einige Tage. «Anton machte gar nicht gern Ferien, deshalb bin ich einmal im Jahr mit drei Freundinnen in den Urlaub gefahren, häufig ins Josefshaus in Engelberg», erklärt sie und lacht verschmitzt. Dort hätten sie ausgiebige Spaziergänge gemacht, gejasst und viel geredet.

Mirjam Gast

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.